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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit Windkraft die Erde schützen
Zwischenüberschrift:
Museum Industriekultur bietet Führungen für Schüler und Erwachsene an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Windenergie. Das klingt nach Größe und nach Weite. Doch Jan Tönnies kommt mit einem Teebeutel um die Ecke. Und dann zündet der Volontär des Museums Industriekultur einfach dessen Hülle an, nachdem er die Kräuter entfernt hat. Und schon hat er bei der Klasse 3a der Heinrich-Schüren-Schule die Lust geweckt, den Sinn des Experiments zu erfahren.
Kurz bevor der Beutel ganz verglimmt, steigt er in die Höhe. Fast bis unter die vier Meter hohe Decke des Museums zieht er hinauf, dann trudelt die Asche langsam wieder auf den Boden. Große Augen. Staunerei. " Was haben wir gesehen?", fragt Tönnies die Grundschüler, die schnell die Finger in die Höhe recken, beschreiben und versuchen zu erklären.
Nur kurz dauert es, bis die Gruppe die Frage mit dem Kamineffekt geklärt hat und Jan Tönnies beginnt, die Entstehung des Windes und den Zusammenhang mit der Sonnenwärme zu erläutern.
Drei Stunden dauert die Führung zur Windenergie. Täglich bieten die Mitarbeiter sie in der Windwoche an, die noch bis zum 5. März dauert - und bereits ausgebucht ist. Doch auch darüber hinaus können Schulen die Programme buchen. Zusätzlich gibt es ab März Führungen für Erwachsene.
Zwei Programme für Grund- und Hauptschüler haben die Mitarbeiter aufgelegt. " Eines dreht sich um den Bau von Windrädern und ihre Funktion. Das andere widmet sich der Entstehung von Wind", sagt Margret Baumann.
Die Führungen starten im Museum. Hier erhalten die Schüler grundlegende Informationen und basteln selbst ein kleines Aufwindkraftwerk. " Wir wollten etwas anderes machen als die klassische Windmühle", erläutert Jan Tönnies. Für die Kinder hat er die nächste Frage parat: " Wozu nutzen wir Wind?", fragt er. Die Grundschüler nennen Windmühlen, Segelschiffe und schließlich auch die Windkrafträder, die - ganz im Sinne des Klimaschutzes - umweltschonender Energie produzieren als beispielsweise ein Kohlekraftwerk.
" Die drei Windkraftanlagen auf dem Piesberg produzieren so viel Energie, dass damit ein Jahr lang 782 Staubsauger rund um die Uhr betrieben werden können", sagt Tönnies. Meike hat aufgepasst: " Sie sind 108 Meter hoch", sagt die Neunjährige, die sich schon auf die Führung zu den Windkraftanlagen freut, zu der die Knirpse gleich starten.
" Abstrakte Technik greifbar zu machen ist uns ein Anliegen", sagt Museumsdirektor Rolf Spilker. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken sei es möglich, ansprechende Programme zu erarbeiten. Pia Zimmermann von der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke entgegnet: " Wir haben viele Anfragen rund um die Windkraftanlagen, die wir ohne das Museum gar nicht alle bedienen können."
Klassenlehrerin Matthia Gratzki schätzt das Angebot. Es passe gut in die Auseinandersetzung ihrer Klasse mit dem Umweltschutz. Und Rolf Spilker gibt den Kindern noch einen Rat mit: " Macht das Experiment bitte nicht zu Hause nach."

Bildtext:

Mit dem Schutz der Erde befassen sich die Drittklässler der Heinrich-Schüren-Schule im Museum Industriekultur

Foto:

Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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