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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Explosiver Stoff nur Kondenswasser
Zwischenüberschrift:
Entwarnung am Güterbahnhof
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein paar Tropfen einer farblosen Flüssigkeit haben am Osnabrücker Güterbahnhof am Donnerstagmorgen einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Ein Mitarbeiter des Rangierbahnhofs hatte eine Leckage an einem 80-Tonnen-Kesselwagen entdeckt, der das giftige und hochgradig explosive Gas Ethylenoxid geladen hatte. Die Berufsfeuerwehr Osnabrück rückte mit dem Umweltzug an. Mit Schutzanzügen und Spezialausrüstung ausgestattet, überprüfte das Einsatzteam die austretende Flüssigkeit. Dann die Entwarnung: Aus der Isolierung des Kesselwagens tropfte nur Kondenswasser.
" Ethylenoxid wäre verdampft. Außerdem sprachen sowohl Messungen als auch die Austrittsstelle für Wasser", erklärte Markus Gehle, Fachberater Chemie der Berufsfeuerwehr Osnabrück. Dennoch habe man auf Nummer sicher gehen wollen. Denn der Stoff sei extrem reaktiv und habe einen hohen Druck. Verwendet werde das Gas für die Produktion von Kunststoff. " Bei einem Leck hätten wir das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der deutschen chemischen Industrie aus Düsseldorf kommen lassen", so Gehle. Bei einer so großen Menge eines so gefährlichen Stoffes hätte man trotz Spezialausrüstung und Fortbildung das Problem nicht allein beheben können. " Wer bei so etwas den Helden spielt, lebt nicht lange", fügte Gehle hinzu. Aus diesem Grund seien alle Beteiligten froh, dass es nicht zum Ernstfall gekommen sei und schnell Entwarnung habe gegeben werden können.
" Es ist ein seltener Einsatz und viel Aufwand", berichtete Jan Südmersen, Einsatzleiter der Feuerwehr Osnabrück. Dennoch sei die Vorgehensweise Routine. Schließlich sei die Feuerwehr gut vorbereitet. Wie ernst der Hinweis auf einen Gefahrenstoff genommen wird, zeigt das Aufgebot der Einsatzkräfte: 20 Berufsfeuerwehrleute und zehn Kameraden von freiwilligen Wehren waren vor Ort. Hinzu kamen Beamte der Bundespolizei.
Der Betrieb auf dem Rangierbahnhof kam rund zwei Stunden zum Stillstand.

Bildtext:

Gespenstisch wirkten die Männer der Feuerwehr Osnabrück in ihren Chemikalienschutzanzügen.

Foto:

Michael Hehmann
Autor:
kri


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