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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hochwasser erhitzt weiter die Gemüter
Zwischenüberschrift:
Runder Tisch Dodesheide/Sonnenhügel - Kritik an geplanten Gewerbeansiedlungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Joachim Dierks - Osnabrück. An den Runden Tisch Dodesheide/ Sonnenhügel musste jetzt angebaut werden: Nicht alle der gut 60 interessierten Bürger fanden daran Platz. Auslöser der Rekordbeteiligung waren wohl die Reizworte " Gewerbeansiedlung am Limberg" und " Hochwasservorsorge". Aber auch die Erweiterungspläne des Luhmann-Heims und die Besichtigung der Rum-Orthodoxen Kirche " Heilige Mutter Gottes Maria", in deren Gemeindezentrum die Sitzung stattfand, stießen auf großes Interesse.
Dirk Wisniewski von den Stadtwerken stellte dar, welche Lehren aus dem Jahrhunderthochwasser am 26. August 2010 zu ziehen seien. Er beschränkte seine Ausführungen allerdings zunächst darauf, wie sich Hausbesitzer besser gegen das nächste Hochwasser wappnen können. Seine Empfehlungen: Rückstauverschlüsse richtig einbauen, Bodenabläufe im Keller - wenn verzichtbar - zumauern, Kelleraußenwände isolieren, Gefälle des angrenzenden Erdreichs immer weg vom Haus anlegen.
Das war aber nicht das, was einige Bürger hören wollten. Sie mahnten eine effizientere öffentliche Hochwasservorsorge an. Warum sind die Vorfluter Landwehrgraben und Sandbach, die bekanntermaßen mit geringem Gefälle zur Nette entwässern, nicht beizeiten von Müll und Wildwuchs befreit worden? - So lautete nur eine kritische Frage. Und warum wurden die Pumpen an der Knollstraße abgestellt? Ein Anlieger des Boelckewegs wunderte sich: " Warum war mein Keller voll, aber das Rückhaltebecken fast leer?"
Maßnahmen vergeblich?
Wisniewski sprach vom Drosselabfluss und dem Schutz der nachgeschalteten Abflusswege. " Alle Systeme waren überlastet. Sie können die Kanäle nicht so auslegen, dass sie ein Jahrhunderthochwasser problemlos ableiten." Ein Bürger erklärte gar alle technischen Maßnahmen für vergebens und erklärte, dass er sein Heil im Abschluss einer vernünftigen Elementarschadenversicherung suche.
Beim nächsten Thema stellte Thomas Rolf vom Fachbereich Städtebau der Stadt den Stand der Konversionsüberlegungen auf dem Areal der Limberg-Kaserne dar. Das besondere Potenzial liege neben einer Nutzung der vorhandenen Sportanlagen und einem Ausbau des " Grünen Fingers" in der gewerblichen Nutzung. Das legten die vorhandenen Hallen im Norden und die gute verkehrliche Anbindung zur A 33 nahe.
Kritik an Gewerbeplänen
An der Tatsache, dass der Rahmenplan auch gegenüber der vorhandenen Wohnbebauung entlang der Straße Am Limberg Gewerbe vorsieht, entzündeten sich zahlreiche Diskussionsbeiträge. Rolf machte deutlich, dass dort nur " nicht störendes Gewerbe" zulässig sein solle. Andere Anwohner befürchteten Lärmbelästigungen durch die angeblich geplante Steinbrechanlage eines ansiedlungswilligen Straßenbauunternehmens. Wieder andere sorgten sich um die Zukunft des Naherholungsgebiets Nettetal. Die Moderatoren Birgit Strangmann und Hartmut Bruns mussten mit Blick auf die noch ausstehenden Tagesordnungspunkte auf die Bremse treten.
Martina Kemme und Nicole Raffius stellten für die Karl-Luhmann-Heime die Neubauplanungen vor. Das neue Heim für die " Außenwohngruppen" soll Hörgeschädigten ein angenähert eigenständiges Leben im geschützten Bereich ermöglichen. Im November soll es bezugsfertig sein.
Zu guter Letzt ließ sich die Besuchergruppe durch die Kirche " Heilige Mutter Gottes Maria" führen. In der ehemaligen evangelisch-reformierten Erlöserkirche an der Lerchenstraße hatte im vergangenen Jahr die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde von Antiochien (Rum-Orthodoxie) Einzug gehalten. Monika Akyüz erklärte die Geschichte der arabischsprachigen Christen, ihr Kirchenverständnis und liturgische Besonderheiten. Zahlreiche Rückfragen belegten das große Interesse der Bürger des Stadtteils an ihren neuen Nachbarn.
Autor:
Joachim Dierks


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