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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Giftverdacht: Krebsfälle im Stadthaus
Zwischenüberschrift:
Institut untersucht, ob gesundheitsschädigende Umwelteinflüsse vorliegen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es gibt keinen Grund zur Panik, aber die Verunsicherung ist groß: Im Stadthaus liegen einige Krebsfälle bei Mitarbeitern vor, die in den angebauten Seitenflügeln beschäftigt sind. Die Stadt hat das renommierte Bremer Umweltinstitut eingeschaltet, um zu klären, ob sich hier Stoffe finden, die Einfluss auf die Krebsbildung haben. Die Untersuchungen beginnen heute.
Erste Ergebnisse sollen bereits in rund zwei Wochen vorliegen. Stadtkämmerer Horst Baier, der als Vorsitzender des " Arbeitssicherheitsausschusses" die Federführung hat, ob eine Gesundheitsgefährdung vorliegt: " Wir tun alles, um schnell zu klären, ob es hinsichtlich der Raumluft irgendwelche Risiken gibt." Es habe Ende vergangenen Jahres erste Hinweise gegeben, dass eine auffällige Zahl von Krebserkrankungen im Bereich " Bürger und Ordnung" vorliege. Auch die Abteilung Standesamt und die Finanzverwaltung sollen betroffen sein.
Nach Baiers Worten ist noch 2010 unter Einschaltung des Gesundheitsamts eine Überprüfung der Situation durchgeführt worden - ohne dass sich dabei Anhaltspunkte für eine Gefährdung ergaben. Alle Untersuchungen auf Immissionen durch Chemikalien, Schimmelpilze oder Bakterien blieben ohne Ergebnisse. Der Kämmerer: " Wir sind in der Fürsorgepflicht, und um ganz sicherzugehen, dass kein Grund zur Beunruhigung vorliegt, prüft jetzt noch einmal das Bremer Umweltinstitut Raumluft und alle Ausdünstungen an Materialien. Wenn es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, dass Stoffe vorzufinden sind, die als krebsfördernd gelten, werden wir das in Kürze wissen." Die Prüfung umfasst auch, wie lange Mitarbeiter in dem Bereich arbeiten beziehungsweise, ob eventuell eine Rolle spielt, wo sie vorher eingesetzt waren.
Karin Heinrich, die Leiterin des Fachbereichs Bürger und Ordnung, hat im Dezember im Stadthaus-Altbau und den beiden Anbauten arbeitende Mitarbeiter darüber informiert, dass an verschiedenen Stellen Messungen vorgenommen und gegebenenfalls Proben entnommen werden. Es handele sich um ein erprobtes System, mit dem sich bestimmte Ursachen für Immissionen herausfinden, eingrenzen und vor allem aber auch ausschließen ließen.
Seit dem Bezug des vom früheren Krankenhaus zum Stadthaus umgebauten Gebäudes Mitte der 90er-Jahre hat es immer wieder Hinweise auf mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen gegeben. Sie betrafen aber den Schimmel an den feuchten Etagenwänden der denkmalgeschützten Fassade. Kämmerer Horst Baier: " Die Probleme beschäftigen uns immer noch, aber die bekommen wir in den Griff." 100 000 Euro werden hier jährlich in Sanierungsarbeiten investiert.
Bildtext:
In den Anbauten am Stadthaus beginnt heute das Bremer Umweltinstitut mit seinen Untersuchungen, um zu klären, ob krebsfördernde Stoffe vorzufinden sind. Die ersten Ergebnisse sollen in rund zwei Wochen vorliegen.
Foto: Michael Hehmann
Autor:
Wolfgang Elbers


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