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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im August heißt es "Wasser marsch"
Zwischenüberschrift:
CDU besichtigt Baustelle des Hochbehälters Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Unser wertvollstes Lebensmittel, das Wasser, will gut verpackt sein." Joachim Nolte, Leiter Wasserbereitstellung bei den Stadtwerken, erläuterte jetzt einer 30-köpfigen Besuchergruppe der CDU Schölerberg/ Fledder die Bauweise des neuen Wasserhochbehälters auf dem Schölerberg.
Auf großes Interesse stießen auch die Rahmenbedingungen der Baustelle. " Nachdem das Bauvorhaben Takamanda-Zooerweiterung abgeschlossen ist, sehnen viele Osnabrücker natürlich den Zeitpunkt herbei, wenn der Waldpark Schölerberg wieder ungetrübt der Naherholung zur Verfügung steht und der Panoramaweg unterbrechungsfrei begangen werden kann", sagte der Ortsverbandsvorsitzende Peter Jeda.
Nolte hatte gute Nachrichten: Die asphaltierte Baustraße werde spätestens im Oktober gefräst und wieder in einen naturnahen Waldweg zurückversetzt sein. Nach dem Abfahren von 3000 Kubikmeter herausgebrochenem Fels müssten aber zuvor noch 7000 Kubikmeter Muschelkalkboden zum Wiederanfüllen herangefahren werden. Das gehe nur auf einer festen Straße mit Schwarzdecke.
Etwa im August solle der neue Behälter in Betrieb gehen und danach der baufällige Vorgänger abgerissen werden. Ein Besucher fragte halb im Scherz, warum denn nicht die Bilder der Baustellen-Überwachungskamera ins Netz gestellt würden. Das wirke sich doch beschleunigend auf den Baufortschritt aus, siehe Schellenbergbrücke: Die werde ein halbes Jahr eher fertig. Nolte nahm die Bauleute in Schutz. Die täten alles, um das achtwöchige Ruhen der Baustelle in diesem frühen Winter wieder herauszuholen.
Während die alte Behälteranlage den Grundriss einer Brille hatte, also aus zwei nebeneinander angeordneten Rundbehältern mit insgesamt 3200 Kubikmeter Fassungsvermögen bestand, werden die zwei Kammern des neuen 5000-Kubikmeter-Behälters in einer großen Rotunde vereinigt: innen der Kreisbehälter, drum herum der Ringbehälter. Dadurch werde weniger Waldfläche verbraucht, erklärte Nolte. Die äußere Betonhaut werde mit den erwähnten 7000 Kubikmeter Boden gedeckt, sodass sich die Vegetation den Hügel zurückerobern könne.
Der Wasserhochbehälter wird aus dem Wasserwerk Düstrup gespeist. Er sorgt dafür, die Verbrauchsspitzen im Tagesablauf auszugleichen und den nötigen Wasserdruck in den angeschlossenen südlichen Osnabrücker Stadtteilen Voxtrup, Schölerberg, Fledder und Nahne herzustellen. Die Stadtwerke investieren rund drei Millionen Euro in den Neubau und die Renaturierungsmaßnahmen. Nach Möglichkeit soll das historische Eingangsportal des alten Behälters mit dem Jugendstil-Schriftzug " Wasserwerk Osnabrück 1907" in den Neubau eingefügt werden, was die Besuchergruppe ausdrücklich begrüßte.

Bildtext:

Links der alte, rechts der neue Wasserhochbehälter auf dem Schölerberg. Joachim Nolte von den Stadtwerken (links) erläuterte der CDU-Besuchergruppe, wie das historische Portal erhalten werden könnte.

Foto: Joachim Dierks
Autor:
jod


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