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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wo Union-Fans zelten durften
Zwischenüberschrift:
Aus der Luft betrachtet: Das Sportzentrum Blau-Weiß Schinkel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am Gretescher Weg ist Blau-Weiß Schinkel zu Hause. Integrationsarbeit ist für den Verein selbstverständlich.
Ein Sportplatz kann schon mal zum Zeltplatz werden. Im Mai 2000 gewährte Blau-Weiß Schinkel vor dem Aufstiegsspiel gegen den VfL Osnabrück diese Ausnahme rund 30 Fans von Union Berlin. Die hatten eigentlich auf einem Campingplatz bleiben wollen. Doch der Betreiber wollte keine Fußballfans aufnehmen. Und so kamen sie zur Sportanlage am Gretescher Weg, wo sie übernachten durften.
Dort wird sonst natürlich Sport getrieben. Auf drei größeren Rasenplätzen und einem kleinen spielen die Blau-Weißen Fußball. Dazu kommen sieben Tennisplätze am Gretescher Weg unten im Bild. Rechts neben dem unteren Rasenplatz ist ein Beachvolleyballfeld zu finden, genau gegenüber liegt die Tennishalle. Die Halle und die Gaststätte davor gehörten früher dem Verein. Inzwischen hat er sie verkauft, nutzt aber beides noch.
Nicht immer lag der Sportplatz von Blau-Weiß Schinkel am Gretescher Weg. Nach seiner Gründung 1920 spielte der Verein auf einer Wiese nicht weit entfernt von der jetzigen Sportstätte. 1925 stellten die Klöcknerwerke den Sportplatz Schützenhof zur Verfügung.
Die Nationalsozialisten verschmolzen Blau-Weiß Schinkel mit anderen Vereinen. Erst 1959 gründete der Verein sich wieder und legte dort einen Platz an, wo heute die A 33 verläuft. 1967 wurde die heutige Sportstätte gegründet, zunächst mit nur einem Rasenplatz. Weil der Landwirt Josef Vincke das Grundstück zur Verfügung gestellt hatte, hieß der Platz damals " Vincke-Platz". Anfang der 70er kam ein weiterer Rasenplatz dazu. 1978 wurde die Anlage mit Tennisplätzen und - halle, einem dritten Fußballplatz und der Gaststätte aufgerüstet.
Sauber und ordnungsgemäß verließen die Union-Fans den Platz übrigens. In einem Briefumschlag hinterließen sie 100 Mark für die Jugendarbeit. Die wird der Verein sinnvoll angelegt haben: Weil in seinen Mannschaften über 50 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund spielen, hat der Landessportbund Niedersachsen ihn zum Stützpunktverein für Integration im Sport ernannt.
Auch dieses Motiv der Serie " Osnabrück aus der Luftbetrachtet" ist in den Geschäftsstellen der NOZ in der Großen Straße undam Breiten Gang erhältlich. Ein Foto in der Größe 20 x 30 cm kostet 14 Euro, das Format 40 x 60 cm 26, 50 Euro.

Bildtext:

Mehr als 50 Prozent der Kinder in den Mannschaften von Blau-Weiß Schinkel haben einen Migrationshintergrund. Dafür wurde der Verein vom Landesportbund zum Stützpunktverein ernannt.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
Anne Reinert


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