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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Klinik-Kauf soll Haushalt nicht belasten
Zwischenüberschrift:
Pistorius: Alle Seiten profitieren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Dissen/ Georgsmarienhütte. " Sowohl das Klinikum Osnabrück als auch der Krankenhausstandort Dissen werden von dieser Lösung profitieren", machte Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius am Mittwoch zum Erwerb der Diakonie-Klinikum Osnabrücker Land gGmbH durch das städtische Unternehmen deutlich. Bis Ende 2014 sollen in Dissen die Voraussetzungen für die Einhäusigkeit und den Umzug der noch in GMHütte ansässigen " Inneren Medizin" sowie der Geriatrie gegeben sein.
Dann werden rund 50 der aktuell um die 70 Mitarbeiter am Standort GMHütte nach Dissen wechseln. Die Suchthilfe-Einrichtung Haus Möhringsburg verbleibt in der Immobilie am Kasinopark. Dass diese Konzentration des Angebots mittelfristig kommen würde, ist allerdings seit Jahren bekannt. Die Position der Arbeitnehmervertreter von Diakonie und Klinikum lautet denn auch: " Das ist eine gute Lösung." Sie lobten vor allem, dass es bis Ende 2015 eine Beschäftigungsgarantie für alle Mitarbeiter gibt.
Das Konzept: Vorgesehen ist eine enge Verbindung des Osnabrücker Klinikums mit dem Krankenhaus in Dissen, das saniert aufgewertet wird. Hansjörg Hermes, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück: " Wir werden die Akutbehandlung in Dissen konzentrieren und die Versorgung qualitativ verbessern. Dazu zählt die Notfallversorgung, die wir durch die Aufnahme der Unfallchirurgie und weiterer Fachdisziplinen vervollständigen." Einen weiteren Schwerpunkt bilde künftig die Geriatrie, die um die geriatrische Rehabilitation erweitert werde. Das Spektrum der Abteilungen für Innere Medizin und Gynäkologie vergrößere sich, und die Onkologie werde neu aufgenommen. Die Leitung bleibe bei Dissener Chefärzten.
Die finanzielle Seite: Osnabrücks Oberbürgermeister geht von notwendigen Gesamtinvestitionen am Standort Dissen in Höhe von 15 bis 20 Millionen Euro aus. Zum Verkaufspreis haben zwar beide Seiten Stillschweigen vereinbart, doch Hansjörg Hermes, Geschäftsführer der Klinikum Osnabrück GmbH, machte deutlich: " Wir stellen ein bis zwei Millionen Euro für Sofortmaßnahmen und zur Liquiditätssicherung zur Verfügung und bringen die Mittel für den Eigenanteil auf, der neben den Fördermitteln des Landes für die Sanierung notwendig ist."
Wie Finanzvorstand Horst Baier zuvor ausführte, werde der Erwerb des Diakonie-Klinikums Osnabrücker Land mit den beiden Krankenhäusern den Haushalt der Stadt nicht belasten: " Die Investitionen sind vom Klinikum Osnabrück zu stemmen." Aus diesem Grund wurde der Kassenkreditrahmen der städtischen Tochter von derzeit acht Millionen Euro um mehrere Millionen Euro erhöht. Die Rückführung soll nach Abschluss der Sanierung des Dissener Hauses erfolgen, wenn sich die Ertragssituation wieder verbessert hat. Als Zuschüsse des Landes für die Sanierung sind zehn Millionen Euro eingeplant.
GMHüttes Bürgermeister Heinz Lunte bezeichnete die Übernahme als keine Überraschung: " Die Krankenhauslandschaft insgesamt verändert sich, und GMHütte ist in diesem Fall betroffen. Dass irgendwann die Einhäusigkeit kommen würde, war klar. Für uns ist wichtig, dass Möhringsburg und weitere Angebote am Standort bleiben."
Autor:
Wolfgang Elbers


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