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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Beim Thema Frieden einfach spitze
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Schulen in Hannover ausgezeichnet - Zweimal Erster, einmal Dritter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hannover/ Osnabrück. Dieses Ergebnis kann sich sehen lassen: Beim landesweiten Wettbewerb " Schülerfriedenspreis 2010" gehen zwei erste Plätze an die Gesamtschule Schinkel, der dritte Platz an die Ursulaschule. Am Mittwoch nahmen Vertreter der beiden Osnabrücker Schulen in Hannover von Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann die Auszeichnungen entgegen.
Im Gästehaus der Landesregierung kam der CDU-Politiker aus dem Loben nicht mehr heraus. " Hervorragend", " professionell" und " vielschichtig" nannte er die Osnabrücker Beiträge. Schulen aus ganz Niedersachsen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt, doch die Beiträge aus der Friedensstadt überzeugten besonders.
Für Integration und den Abbau von Vorurteilen, gegen Gewalt ? all das waren Ausschreibungskriterien. " Die Haltung der Nachdenklichkeit zu diesen Themen" müssten die Beiträge widerspiegeln, erklärte der Minister und lieferte gleich die Begründung nach, warum das Land dies seit 1993 in Form eines Wettbewerbs fördert: " Von Ihnen hängt es ab, ob die Welt von morgen eine friedliche Welt ist." Die Beiträge im Überblick:
Gesamtschule 1: Der Wahlpflichtkurs " Neue Medienwelten" hatte in einem Videoprojekt unter dem Titel " Streifzug Schinkel" den Wandel des gleichnamigen Stadtteils dokumentiert. Einst die Heimat der Osnabrücker Industriearbeiter, wohnen dort inzwischen Menschen unterschiedlichster nationaler Herkunft. " Es ist hervorragend gelungen zu zeigen, dass das Miteinander verschiedener Kulturen nicht nur Probleme, sondern auch viel Positives beinhaltet." Da störte es den CDU-Politiker auch nicht wirklich, dass einer der Protagonisten des Films Osnabrücks Oberbürgermeister, Schinkelaner und SPD-Mann Boris Pistorius ist.
Gesamtschule 2: Die klassische griechische Komödie Lysistrate, kombiniert mit der aktuellen Afghanistan-Debatte - mit dieser ungewöhnlichen Idee sicherte sich die Theater- und Musik-AG ebenfalls einen ersten Platz. 23 Schüler auf und weitere 80 Helfer hinter der Bühne machten sich um die Adaption des Stückes verdient. Das Urteil des Ministers: " Ein anschaulicher Beitrag zur Friedenserziehung." So anschaulich, dass die Gesamtschule den ersten Platz mit sich selbst teilen muss.
Ursulaschule: Über den dritten Platz dürfen sich außer dem Osnabrücker Gymnasium noch zwei weitere Beteiligte freuen: die Partnerschule in Simferopol/ Ukraine und die Gedenkstätte Augustaschacht in Hasbergen. Die drei Institutionen arbeiten seit 2006 gemeinsam an einem grenzübergreifenden Zeitzeugenprojekt. Kern der Arbeit sind Besuche von Schülern bei ehemaligen Zwangsarbeitern, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Stadt und Landkreis Osnabrück arbeiten mussten. Im Zuge des spendenfinanzierten Projektes werden die ukrainischen Senioren zur Spurensuche nach Osnabrück eingeladen.
Der Lohn: Außer über große Urkunden durften sich die Schulen bereits im Vorfeld der Verleihung über einen Geldsegen aus Hannover freuen. 500 Euro erhielt die Ursulaschule. Etwas mehr - wenn auch nicht ganz so viel, wie vom Minister irrtümlicherweise in seiner Lobrede behauptet - erhält die Gesamtschule: Für die beiden ersten Plätze gibt es jeweils 600 Euro.
Apropos: Nicht alle Beteiligten hatten sich auf den Weg nach Hannover gemacht. Statt mit ministerialer Erlaubnis den Unterricht zu schwänzen, hatten sich einige Schüler dafür entschieden, lieber dem Unterricht beizuwohnen, um kurz vor dem Abitur nichts zu verpassen.

Bildtext:

Glückwunsch vom Minister: Bernd Althusmann (Dritter von rechts) übergab anlässlich des Schülerfriedenspreises 2010 drei Urkunden an Vertreter der Gesamtschule Schinkel sowie der Ursulaschule.

Foto: Dirk Fisser
Autor:
Dirk Fisser


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