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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Patenschaften für Grabstellen
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Stadt sucht bezahlbaren Weg, um die historischen Friedhöfe als Parks zu nutzen" (Ausgabe vom 29. Januar).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Es gibt kaum kulturhistorisch bedeutsamere Orte in der Stadt Osnabrück als den Hase- und den Johannisfriedhof. Die Bewahrung dieses Zeugnisses der Stadt- und Bestattungsgeschichte seit 1809 muss Aufgabe einer aufgeklärten Gesellschaft sein. Zu danken ist dem Engagement des ? Förderkreises Hasefriedhof - Johannisfriedhof?. In der Vergangenheit konnten Spenden zur Erhaltung einiger bedeutender Grabstellen aus der Wirtschaft akquiriert werden. Zu nennen ist die aufwendige Sanierung des Grufthauses der Familie Wilhelm Lepenau durch Mittel der Erdölraffinerie H& R Chem-Pharm Salzbergen (vergleiche Neue OZ vom 6. Dezember 2007).
Es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass Unternehmen sich selten in Bereichen engagieren, in denen es keine potenziellen Kunden mehr gibt beziehungsweise diese bereits unter der Erde liegen. Das Einwerben von Mitteln zum Erhalt dieser Flächen muss sich auch an den privaten Mitbürger wenden. Die Städte Berlin und Hamburg machen es vor. Bürger übernehmen Patenschaften für definierte Grabstellen und verpflichten sich, diese unter Denkmalschutzauflagen zu erhalten. Damit erwerben sie das Recht, im Todesfall ihre Asche dort beisetzen zu lassen. Eine Situation, die allen Beteiligten dienlich ist. Die Stadt spart Gelder für die aufwendigen Sanierungen und die Instandhaltung der Friedhofsanlagen. Der Pate kann sich bereits zu Lebzeiten mit seinem zukünftigen Aufenthaltsort auseinandersetzen, und die Friedhofsflächen rücken wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung, womit der Vandalismus auf den Friedhöfen gegebenenfalls rückläufig sein wird. Politische Einwände, der Hasefriedhof sei entwidmet, und entsprechend könne nicht mehr beigesetzt werden, entsprechen einer situativ unangepassten Fantasielosigkeit. Die Änderung von Friedhofssatzungen und die Schaffung neuer Rahmenbedingungen sind grundsätzlich möglich. Ich möchte bitte eine Patenschaft für meine zukünftige Ruhestätte übernehmen!"
Thorsten Steinbrinker
Osnabrück

Bildtext:

Der Hasefriedhof soll nach dem Willen der Stadt ein historischer Park werden. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Thorsten Steinbrinker


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