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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt holt mehr raus aus der Energie
Zwischenüberschrift:
Gebäudesanierung spart Wärmebedarf von 400 Einfamilienhäusern ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 400 Einfamilienhäuser ließen sich mit der Energie beheizen, die in den 400 städtischen Gebäuden eingespart wird. Diese Rechnung machte Oberbürgermeister Boris Pistorius am Montag in einem Pressegespräch auf. Seit 2005 hat die Stadt 60 Millionen Euro in die Modernisierung investiert, den größten Teil davon ins Energiesparen.
Das Geld aus dem Konjunkturprogramm II kam der Stadt zugute, um Fassaden und Dächer wirksam zu dämmen, Wärmeschutzfenster einzubauen und die Heizungsanlagen zu erneuern. Als Musterbeispiel gilt dabei die Schule in der Dodesheide. Nach dem Umbau habe sich ihr Heizenergiebedarf um die Hälfte reduziert, freut sich Dirk König, der Leiter des Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement.
Die höchste Energieeffizienz lasse sich zwar bei einem Neubau erzielen, vermerkt König und verweist auf die Herman-Nohl-Schule, die sogar dem Passivhaus-Standard entspricht. Aber in den zahlreichen Altbauten stecke nun einmal das größte Potenzial.
Mit ihrem Sanierungsprogramm hat die Stadtverwaltung ihren Heizenergiebedarf um 14, 6 Prozent gesenkt. Doch leider, so rechnet Stadtkämmerer Horst Baier vor, sei dieser Vorteil von den Preissteigerungen bei Gas und Öl aufgezehrt worden.
Beim Stromverbrauch zeigt die Verbrauchskurve allerdings nach oben. Seit 2003 hat sich der Jahresbedarf um 13, 5 Prozent erhöht. Oberbürgermeister Boris Pistorius schreibt das der Computerisierung zu, die inzwischen fast jeden Arbeitsplatz der Stadt erreicht hat. Außerdem seien Kindertagesstätten und Schulen auf Ganztagsbetrieb umgestellt worden, und dabei lasse auch der Küchenbetrieb die Stromzähler rotieren.
Nach den Berechnungen der Fachleute hat sich der CO2-Ausstoß für die Beheizung und Stromversorgung der städtischen Gebäude um 12, 1 Prozent verringert. Unter dem Strich sind damit 2000 Tonnen des Treibhausgases nicht in die Atmosphäre gelangt.
In Zukunft können die Immobilien-Strategen allerdings nicht mehr auf das Konjunkturprogramm zurückgreifen. Nach Auffassung von Dirk König gibt es aber " für die nächsten Jahre weiterhin viel zu tun". Das gelte vor allem für Schulen, Sporthallen und Kindertagesstätten.
Oberbürgermeister Pistorius kündigt deshalb an, dass die Stadt mit der energetischen Gebäudesanierung weitermachen wolle - " im Rahmen unserer Möglichkeiten". Und " so weit uns die Kommunalaufsicht lässt".

Bildtext: Das Musterbeispiel: Die Schule in der Dodesheide verbraucht nach der Sanierung nur noch halb so viel Heizenergie.

Foto: Jörn Martens
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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