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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Solarthermie für altes Mehrfamilienhaus
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker nimmt teil an Bundeswettbewerb
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Seit 15 Jahren ist Solarthermie das berufliche Standbein von Michael Schrempel. 2006 nutzte der Osnabrücker die Möglichkeit, seine Kenntnisse auch in den eigenen vier Wänden umzusetzen: Sein Haus in der Straße An der Petersburg rüstete er nach und nach mit der neuesten Technik aus. Nun beteiligte er sich an dem bundesweiten Wettbewerb " Grünes Haus Wärme 2011".
" Herausragende Lösungen für nachhaltige und günstige Wärmeversorgung in Wohngebäuden" wurden in dem Wettbewerb prämiert, der vom Institut für angewandte Energieeffizienz zusammen mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft ausgerufen wurde. Als Schirmherr wurde Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gewonnen. Ein Bekannter machte Schrempel auf " Grünes Haus Wärme 2011" aufmerksam und rannte so offene Türen ein. Der 43-Jährige reichte sein Konzept ein und stellte dieses am Donnerstag im Berliner Haus der Bundespressekonferenz vor.
" Ich hatte immer schon den Wunsch, ein altes Haus auf den neuesten Stand zu bringen", sagt der Osnabrücker, der mit seiner Freundin Silke Wurdel zusammenlebt. Das bot ihm das Fünffamilienhaus. Herzstück ist die 65 Quadratmeter große thermische Solaranlage, für die Platz durch den Anbau von fünf Balkonen geschaffen wurde. Rund 50 000 Euro Investitionssumme fielen an, wobei das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eine Förderung von 10 000 Euro gewährte. Die Rechnung Schrempels, der beruflich ein Berliner Unternehmen vertritt, das Solarwärmetechnik herstellt: Für die Pumpen werden etwa 300 Watt Leistung eingesetzt, um so 30 000 Watt Wärme für Wasser und Heizung zu gewinnen.
Reicht die Sonne in den Wintermonaten nicht aus, kommt der Pellet-Ofen zum Einsatz. Dessen zehn Kilowatt Leistung reichten ebenfalls für das Gebäude aus, unterstreicht Schrempel. Das funktioniert durch weitere energiesparende Umbauten wie zusätzliche Dämmung der Hausfront, neue Fenster und Lüftungsanlage. " Tiefgestapelt" spare er so im Jahr 2600 Liter Öl beziehungsweise Kubikmeter Gas ein, sagt der Tüftler.
Der Osnabrücker zeigte sich aber auch offen für andere Innovationen wie zum Beispiel die transparente Wärmedämmung für die Hausrückseite, die im Winter das Mauerwerk erwärmt. Einige weitere Einsparmöglichkeiten, die er nutzt: Duschwasser wird weiterverwendet für die Toilette, und durch Se dumgewächse auf einem Dach sowie Teich umgeht der 43-Jährige auch die Dachentwässerungsgebühr. " Das sind zwar nur Kleinigkeiten, aber es summiert sich." Das können Interessierte über die Internetseite www.solarservice.net »verfolgen, wo Schrempel nun auch die Konzepte der Mitbewerber von " Grünes Haus Wärme 2011" hinterlegt hat. Zudem kann man mit ihm Führungen vereinbaren.

Bildtext:

Altes Haus auf neuestem technischen Stand: Michael Schrempel und Silke Wurdel vor der Häuserrückwand mit den " Solarbalkonen".

Foto:

Henning Müller-Detert
Autor:
Henning Müller-Detert


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