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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Chauffeur für die Neubürger
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke verschenken Umweltabos - Klimaschutz und Wirtschaftsinteresse
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Herzlich willkommen! Neubürgerin Olga Gossen (Mitte) erhält Geschenke von (von links) Wolfgang Griesert, Stephan Rolfes und Britta Heinicke.Foto: Klaus Lindemann
Osnabrück. Gemeinsam beschenken die Stadt, die Stadtwerke und die Marketing und Tourismus GmbH Neubürger: Wer Osnabrücker wird, darf mit dem sogenannten Umweltabo einen Monat lang umsonst mit den Stadtbussen fahren. Das soll helfen, Abgase zu reduzieren und den Stadtwerken neue Kunden sichern.
Von Michael Schiffbänker - Bei der Vorstellung der Aktion spielte Stadtbaurat Wolfgang Griesert den Klaus Augenthaler. Wie der frühere Trainer des Fußballbundesligisten VfL Wolfsburg im Mai 2007 bei der Pressekonferenz vor einer Partie gegen Alemannia Aachen gab Griesert nicht nur die Antworten - er stellte sich auch selbst die Fragen. Das ging ungefähr so: " Ist das nur eine Klimaschutzmaßnahme, oder ist das mehr? Wie gehen wir mit Menschen um? Wie zeigen wir dem Menschen, was er uns wert ist?" Damit hatte Griesert seinen Argumentationsrahmen gesteckt. Dann legte er los. Wie eine Hausgemeinschaft die Neuen mit Salz und Brot begrüße, um sie willkommen zu heißen, so begrüße die Stadt ihre Bürger. Dabei wolle sie sie nicht nur auf die Schönheiten hinweisen, sondern ihnen einen Chauffeur zur Seite stellen, der die Neubürger zu diesen Sehenswürdigkeiten bringe - und das seien die Stadtwerke mit ihren klimaschonenden Bussen.
Dann übernahm Stephan Rolfes, Vorstand der Stadtwerke. Er sagte, dass hinter der Aktion auch ein wirtschaftliches Interesse stecke: " Für uns ist das Marketing." Ein Umzug sei immer ein Einschnitt. Mancher ändere anschließend seine Gewohnheiten. Und die Neu-Osnabrücker sollten die ihren möglichst dahin gehend ändern, dass sie mehr Bus fahren, statt das Auto zu nehmen. Das wäre auch im Sinne des städtischen Klimaschutzmanagers Andreas Winterkemper. Denn Busfahrgäste passen gut in das Osnabrücker Klimaschutzkonzept.
Zunächst ist das Projekt auf ein Jahr begrenzt. In dieser Zeit rechnet die Stadt mit etwa 10 000 Neubürgern. Ob und wie diese das Umweltabo annehmen, untersucht eine Gruppe der Hochschule. Der Aufwand soll sich schließlich lohnen für die Umwelt und das Marketing.

Autor:
Michael Schiffbänker


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