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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ruf nach längeren Lieferzeiten läuft ins Leere
Zwischenüberschrift:
FDP-Nachwuchs für mehr Freiheiten in der Fußgängerzone - Händler aber größtenteils zufrieden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Die Nachfrage nach zusätzlichen Zeiten geht gegen null"
Oliver Mix, Osnabrücker City Marketing

sta Osnabrück. Die Jungen Liberalen (Julis) möchten etwas liberalisieren. Im Visier hat der FDP-Nachwuchs die Anlieferungszeiten für Geschäfte in den Osnabrücker Fußgängerzonen. " Verbote für die Anlieferung sollten nur dann ausgesprochen werden, wenn sie wirklich notwendig sind", erklärt Juli-Chef Dirk Moldenhauer.
Der Unternehmerverband Einzelhandel Osnabrück-Emsland und das Osnabrücker City Marketing (OCM) sehen aktuell jedoch überhaupt keinen Bedarf für eine Erweiterung der Anlieferungszeiten. Das erklärten am Dienstag sowohl Boris Hoffmann-Schevel vom Unternehmerverband Einzelhandel als auch Oliver Mix vom OCM. " Das höre ich aktuell zum ersten Mal. Dieser Wunsch der Einzelhändler wäre sicher zu uns durchgedrungen", so Mix.
Zurzeit ist die Anlieferung von Waren morgens in der Zeit von 6 Uhr bis 10.30 Uhr möglich. Nach Gesprächen mit Ladenbesitzern fordern die Julis eine zusätzliche Möglichkeit zur Anlieferung vom Ladenschluss bis 22 Uhr und kritisieren die Stadt Osnabrück: " In Gesprächen mit Ladenbesitzern wurde der Wunsch zur Liberalisierung klar deutlich. Wir können nicht verstehen, warum die Geschäfte derzeit in ihrer Planungsfreiheit eingeschränkt werden. Gerade in Zeiten von vermehrtem Wettbewerb mit Onlineshops dürfen den Läden keine unnützen Steine in den Weg gelegt werden." Durch eine Beschränkung der Anlieferungszeit bis 22 Uhr würden auch die Interessen der Anwohner der Fußgängerzonen weiterhin berücksichtigt.
Allerdings, räumte Charlotte Winkler von den Julis ein, habe man vor allem mit Ladenbesitzern an der Krahnstraße gesprochen. Hier habe sich tatsächlich die Mehrheit für eine Ausweitung der Anlieferungszeiten ausgesprochen. " Zudem sind ja auch Anlieger von der aktuellen Regelung betroffen und können abends nicht einmal für den Transport einer Getränkekiste in die Fußgängerzone", so Winkler.
" Die Nachfrage nach zusätzlichen Zeiten geht gegen null. Die Zeiten sind bedarfsgerecht", erklärt dagegen Oliver Mix. Und auch Boris Hoffmann-Schevel könnte sich allenfalls vorstellen, über Sondergenehmigungen für die Zeit zwischen 20 und 22 Uhr nachzudenken, falls tatsächlich einzelne Ladenbesitzer Schwierigkeiten mit ihren Lieferungen hätten.
" Die Innenstadt soll auch abends für Fußgänger attraktiv bleiben und nicht zur Lkw-Meile werden." Wenn sich in den Abendstunden dann auch noch der Individualverkehr an die Lieferfahrzeuge hänge, sei die Fußgängerzone nicht mehr Fußgängerzone. " Das ist auch eine Sicherheitsfrage", betont Hoffmann-Schevel.
Und Mix unterstreicht für das OCM: " Wir sehen das ganz pragmatisch. Wenn tatsächlich ein Bedarf für eine Ausweitung der Anlieferungszeiten da ist, werden wir das prüfen. Wenn die Mehrheit zufrieden ist, lassen wir alles so, wie es ist."

Autor:
sta


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