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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Spielen bleibt jederzeit erlaubt
Zwischenüberschrift:
Ausschuss: Kein Verständnis für Klage
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
S. Osnabrück. " Ich habe mehrere Anrufe bekommen: Die Nachbarn der Altstädter Schule wollen nicht mit der klagenden Anliegerin in einen Topf geworfen werden." Als die Schulausschussvorsitzende Irene Thiel (CDU) mit diesen Worten den Tagesordnungspunkt Pausenhof Altstädter Schule aufrief, zeichnete sich ab, wie die Abstimmung ausgehen würde: Einstimmig lehnten alle Mitglieder den Vergleich ab. Damit bleibt der Schulhof auch an den Wochenenden und Feiertagen geöffnet.
Seit mehr als 20 Jahren schwelt ein Streit um Lärm: Nach einer städtischen Verordnung stehen Schulhöfe auch in der unterrichtsfreien Zeit Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahre als Spielplatz zur Verfügung. Um die Ruhe der Anlieger sicher zu stellen, erklärten sich Eltern bereit, den Schließdienst zu übernehmen. Das ist möglich, weil dieser Platz im Gegensatz zu den meisten anderen Pausenhöfen mit einem hohen Zaun umgeben und nur durch zwei Tore zugänglich ist.
Da die Eltern offenbar nicht immer ganz pünktlich die Tore schlossen (im Winter um 18 Uhr, im Sommer um 20 Uhr), schlug das Verwaltungsgericht im Dezember einen Vergleich vor: Der Platz solle am Wochenende und an Feiertagen geschlossen bleiben.
Über den Streit solle das Verwaltungsgericht entscheiden, sagten übereinstimmend Brigitte Neumann (CDU) und Paul Meimberg (SPD). Der Sozialdemokrat fügte an, dass es durch ein Gerichtsurteil möglicherweise endlich Klarheit über umstrittenen Kinderlärm geben könne.
Charlotte Winkler (FDP) nannte es traurig, dass sich der Streit um den Pausenhof schon über mehr als 20 Jahre hinzieht und bald schon die dritte Generation Kinder betreffe. Kinderlärm sei ein Ausdruck von Lebensfreude und kein Umweltschaden, meinte Birgit Strangmann (Grüne). Der Schulhof müsse weiterhin jederzeit erreichbar sein, weil Spielplätze in der Innenstadt rar seien.
Stadträtin Rita Maria Rzyski zeigte sich " beruhigt" über die Debatte: Kinderlärm sei nicht mit anderem Lärm gleichzusetzen. Übereinstimmend dankten alle den Eltern für ihren ehrenamtlich Schließdienst.
Der Ausschuss sieht auch die Stadt nicht in der Verpflichtung, für das pünktliche Schließen des Platzes zu sorgen. " Von Abschließen steht nichts in der Verordnung über die Nutzung von Schulhöfen", sagte Uli Sommer (SPD). Der Schließdienst sei bereits ein Kompromiss, ein Entgegenkommen der Eltern und der Stadt.
Die Ausschussmitglieder setzen zudem darauf, dass die von der Bundesregierung geplante Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes möglich rasch umgesetzt wird, und damit auch dieser Streit um Kinderlärm ein für alle Mal beendet werden könne. Irene Thiel äußerte den Wunsch, alle Beteiligten noch einmal an einen Tisch zu holen. " Vielleicht kommt dann auch die klagende Anwohnerin."
Autor:
S.


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