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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Keine Euphorie bei Milchpreisen"
Zwischenüberschrift:
Bilanz des Landvolkverbands
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein nasskalter Frühling, extreme Hitze und anhaltende Trockenheit im Frühsommer, gefolgt von starken Niederschlägen im August: Das Wetter machte es den Bauern im Osnabrücker Land im vergangenen Jahr alles andere als einfach. " Unter diesen Voraussetzungen haben wir recht respektable Erträge erzielt", sagt Karina Buller, Sprecherin des Osnabrücker Landvolkverbands.

Von Benjamin Kraus - Verlierer der extremen Bedingungen 2010 seien die Landwirte, die ihre Kulturen auf Sandböden anbauten. Diese gebe es im Osnabrücker Land zum Beispiel in der Nähe von Bersenbrück, aber vor allem im Südkreis, etwa im Raum Glandorf und Bad Laer. Der Vergleich der Weizenerträge pro Hektar verdeutliche dies, so Buller: Während Bauern auf Sandstandorten nur fünf bis siebeneinhalb Tonnen erzielt hätten, habe ein guter Boden zwischen neun und zehn Tonnen erbracht. Lehmböden, wie man sie auch im Raum Borgloh und Wellendorf finde, hätten die anhaltende Trockenheit im Sommer besser verarbeiten können.
Problematisch hätten sich Sommerhitze und der folgende extreme Regen auf Qualität und Quantität der Kartoffelernte ausgewirkt: " Sie blieb etwa ein Drittel unter dem Ertrag des Vorjahres zurück." Die Nässe habe zudem den Schimmelpilzbefall gefördert und mache nun die Lagerung der Erdäpfel schwierig. Im Gegensatz zum Raum Cloppenburg oder der Lüneburger Heide spiele der Kartoffelanbau im Landkreis Osnabrück jedoch keine dominante Rolle: Nur knapp drei Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche gingen hier auf das Konto der Erdäpfel.
Auf etwa 40 Prozent oder 50 000 Hektar rechnet der Osnabrücker Landvolkverband die Fläche hoch, auf der Getreide angebaut werde. Mit dem Ertrag der Gerste hätten sich die Landwirte zufrieden gezeigt. Mais sei inzwischen mit rund 30 Prozent vertreten. Die Erwerbsquelle Biogasanlage, die immer mehr Bauern nutzten, mache sich damit auch im Osnabrücker Raum zunehmend bemerkbar, aber noch nicht so dominant wie in anderen Gebieten.
" Beim Thema Milchpreise herrscht bei uns alles andere als Euphorie", stellt Sprecherin Buller klar. Zwar sei in 2010 ein Anstieg der Preise um knapp zwei Prozent zu verzeichnen gewesen. " Man muss aber berücksichtigen, von welchem Niveau wir ausgehen", macht Buller deutlich, dass die Bauern den enormen Einbruch im Geschäftsjahr zuvor noch nicht völlig überwunden hätten. Zumal die Preisentwicklung bei den Schlachtschweinen und Ferkeln aus Sicht der Bauern 2010 eher unbefriedigend verlaufen sei.
" Landwirtschaft geht alle an", verdeutlicht Buller, warum es ihr wichtig sei, der Arbeit der Bauern mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Die Verbraucher würden zwar Wert auf möglichst günstige und hochwertige Produkte legen. " Die meisten wissen aber gar nicht mehr, wie moderne Lebensmittelerzeugung funktioniert", sagt sie. Viele Menschen würden etwa regelmäßig Fleisch essen, gegen moderne Viehhaltung aber moralische Argumente ins Feld führen. " Dabei hat sich der Tierschutz zuletzt stark weiterentwickelt", sagt Buller in Bezug auf die modernen Boxenlaufställe für Milchvieh, das sich dort frei bewegen und jederzeit fressen und liegen könne.
Autor:
Benjamin Kraus


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