User Online: 2 | Timeout: 17:49Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Alles in einem Heft
Zwischenüberschrift:
Gesamtschule produziert aufwendiges Magazin - Schülerhilfe und Außenwerbung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Einblicke: Schüler der Eine-Welt-AG blättern im aktuellen Programmheft der Gesamtschule Schinkel. Foto: Thomas Osterfeld
Osnabrück. Waffeln! Es riecht nach warmen Waffeln. Der Duft hängt im Raum, aber die Waffeln sind weg. Einige Schüler sind geblieben. FZB heißt das Zimmer, die Abkürzung steht für Freizeitbereich.
Von Michael Schiffbänker - An einem Tisch sitzen zwei Mädchen und drehen Karten um. Gelegentlich hauen sie auf eine Glocke. Halli Galli nennt sich das Spiel - und so hört es sich auch an. Zwei andere Mädchen steuern Computermännchen durch eine Welt voller grauer Hindernisse. " Hier haben einige jüngere Schüler vorhin Waffeln gebacken", sagt Jens Ahaus. Er ist Lehrer an der Gesamtschule Schinkel und leitet dort seit 2006 den Fachbereich Ganztag/ Freizeit.
Von 8 bis 16 Uhr sind die FZB an der Schule geöffnet, sagt Ahaus. Und während der gesamten Zeit nutzten sie Schüler, um zu spielen, Hausaufgaben zu machen, zu reden oder eben Waffeln zu backen. Miteinander und mit den beiden Erzieherinnen, die die FZB betreuen. Auch die Bibliothek ist Treff- und Ruhepunkt, Arbeits- und Freizeitplatz. " Die Schule ist Lernort und Lebensraum zugleich", sagt Ahaus. Für Schüler. " Und für die Kollegen", schiebt er nach. Die meiste Zeit des Tages seien sie gemeinsam in der Schule. Deshalb bräuchten sie Räume, in denen sie sich gerne aufhielten und ihren Interessen nachgingen. Platz für Lebens- und Lernzeit sozusagen. Aber Räume allein nützen nichts.
" Wir haben Rudern, Billard, Theater, Chinesisch-Kurse?", Ahaus nutzt beim Aufzählen die Finger seiner rechten Hand. Aber die reicht nicht. Über 50 Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangebote bietet die Gesamtschule ihren Schülern. Zusammengefasst sind sie in einem Programmheft voller Fotos und Beschreibungen der Kurse. Die Seiten sind dick und glänzen. Zum Beginn jedes Schuljahres entwickelt Ahaus das Heft zusammen mit einem Grafiker. Anfangs war das Heft eine reine AG-Broschüre. Inzwischen enthält es einen Ferienkalender, einen Schülerplaner und Surftipps fürs Internet, Informationen zum Schulkonzept, über die Region und über Deutschland, es weist Beratungsstellen aus und Jugendtreffpunkte in Osnabrück.
" Es ist mein Baby", sagt Ahaus und lacht. Ein Baby, das es 2000-mal gibt. So hoch ist die jährliche Auflage. Zielgruppe sind die 1620 Schüler, die Lehrer und alle, die sich für das Angebot interessieren. Dazu gehören vor allem die Eltern der Grundschüler. Denn das Heft soll nicht nur den Schülern gefallen, sondern auch werben. " Wir wollen natürlich auch nach außen hin zeigen, wie vielseitig wir sind", sagt Ahaus. Das ist der Schule einiges wert. Fast 6000 Euro kostet jede Auflage. Einen Teil des Geldes fangen die Anzeigen auf, mittels deren regionale Unternehmen in dem Heft werben.
Derzeit schreibt Ahaus wieder Kunden an. Dieses Mal ist er früh dran, denn die nächste Auflage soll etwas Besonderes werden: Immerhin feiert die Schule in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Zur Feier gibt es vielleicht wieder frisch gebackene Waffeln - auf jeden Fall aber ein frisch gedrucktes Programmheft.
Autor:
Michael Schiffbänker


Anfang der Liste Ende der Liste