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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lichtkunst soll Neumarkttunnel retten
Zwischenüberschrift:
Agenda-21-Arbeitskreis diskutiert Vorschlag von Mario Haunhorst - CDU dafür
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das Beispiel Wiesbaden: Mit einer Lichtinstallation hat der Osnabrücker Künstler Mario Haunhorst diese unterirdische Passage am dortigen Hauptbahnhof gestaltet. Jetzt schlägt er eine solche Installation auch für den Neumarkttunnel vor. Foto: Haunhorst
jod Osnabrück. Mit dem Vorschlag des Lichtkünstlers Mario Haunhorst, den Neumarkttunnel durch eine Licht-hinter-Glas-Installation entlang der Seitenwände künstlerisch aufzupeppen, ist wieder Bewegung in die Tunnel-Diskussion gekommen. Jetzt beschäftigte sich der Arbeitskreis Stadtentwicklung der Lokalen Agenda 21 mit Haunhorsts Konzept.
Die Argumente des Osnabrücker Künstlers, der mit seinem Partner Stephan Gotzes das " Silberstreif"- Planungsbüro für Lichtkunst und Raumgestaltung mit Sitz in Krefeld betreibt: Der Einzelhandel im Tunnel sei tot und das Zuschütten der Passage mit 5, 5 Millionen Euro sehr teuer. Deshalb schlägt Haunhorst vor, die Tunnelwände mit steuerbaren Lichtspielen hinter bemalten Glasscheiben zu verkleiden.
In Wiesbaden hat er auf diese Weise die Fußgängerpassage unter dem Bahnhofsvorplatz in eine " Oase in der flutenden Hektik", einen " Gesang in Blau" verwandelt, wie es in der Objektbeschreibung heißt. Die Kosten seien mit 700 000 Euro überschaubar geblieben.
Etwas teurer würde es in Osnabrück schon werden, schränkte Haunhorst allerdings ein, einfach weil auch mehr laufende Meter Wände zu " bespielen" seien. Und wie ist es mit den Folgekosten? Die seien in Wiesbaden eher gering: Haunhorst nennt 9000 Euro Strom und 66 000 Euro Reinigung, also 75 000 Euro im Jahr.
Grundsätzliche Fragezeichen setzten allerdings Rolf Brinkmann, der nach längerer Pause erstmals wieder im Arbeitskreis mitmachte, und SPD-Mann Heiko Panzer: Wollen wir den Tunnel denn überhaupt wiederbeleben? Die Fußgänger gehörten ans Tageslicht, dort sollte die Passage für sie schöner werden. Moderatorin Brigitte Gantke schlug vor, nach Klärung der sachlichen Rückfragen in dieser Sitzung das Gesamtkonzept Neumarkt in einer kommenden Sitzung erneut auf die Tagesordnung zu setzen.
Bereits überzeugt scheint Haunhorst die CDU-Ratsfraktion zu haben. Die Christdemokraten wollen erreichen, dass die Stadtverwaltung die Machbarkeit einer Lichtinstallation im Neumarkttunnel prüft. " Das tiefe, leicht bewegte Blau beruhigt und lässt aufatmen", wird Burkhard Jasper, Ratsmitglied und Kreisvorsitzender der Stadt-CDU, in einer Pressemitteilung zitiert.

Autor:
jod


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