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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Kaserne am Westerberg wird abgerissen
Zwischenüberschrift:
Zehn Monate Lärm und Staub - Pistorius: Wir schicken Fensterputzer
Artikel:
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Originaltext:
Hier entsteht das Innovationscentrum Osnabrück (ICO). Diese Mannschaftsquartiere an der Sedanstraße werden im Februar abgerissen. Das Abräumen der gesamten 14, 4 Hektar großen Kaserne wird bis Dezember dauern. Foto: Gert Westdörp
Osnabrück. Die Anwohner der Scharnhorst-Kaserne am Westerberg müssen in den kommenden zehn Monaten mit Lärm und Staub rechnen. " Es wird sich nicht die Sonne verdunkeln, aber ganz ohne Belästigungen wird es nicht gehen", sagte Oberbürgermeister Boris Pistorius während einer Bürgerinformation am Mittwochabend.
Von Wilfried Hinrichs - Im Februar werden die Abrissbagger und Lastwagen anrollen, der genaue Termin steht noch nicht fest. Klar ist, dass etwa 70 000 Tonnen Bauschutt über die Sedanstraße abtransportiert werden müssen. Das entspricht 15 bis 20 Lastwagen-Fahrten je Arbeitstag oder - auf die Arbeitszeit bezogen - ein Lkw pro halbe Stunde.
In der ersten Phase packen sich die Abrissbagger die Mannschaftsquartiere direkt am ehemaligen Haupteingang an der Sedanstraße. Hier soll als Keimzelle des künftigen Wissenschaftsparkes das Innovationscentrum Osnabrück (ICO) entstehen. Im zweiten Abschnitt rückt das Abbruchunternehmen den Gebäuden im Inneren der ehemaligen Belfast Barracks zu Leibe. Die Gebäuderiegel und massiven Panzerhallen am Rande der Kaserne bleiben zunächst verschont, weil sie wie ein Schutzwall wirken. Ab Juni werden auch sie entkernt und abgetragen.
" Wir gehen so schonend wie möglich vor", sagte Marcel Haselof von den Stadtwerken, die den Abbruch koordinieren. Deshalb kommen weder Abrissbirne noch Brecheranlage auf dem Gelände zum Einsatz. Der Lärm, der die Wohngebiete in 200 Meter Entfernung erreiche, sei mit dem Geräusch eines fahrenden Autos vergleichbar.
Christoph Meyer vom Ingenieurbüro und Abbruchspezialisten Umtec in Osnabrück sagte, die Gebäude würden von den Baggern " abgeknabbert". Das minimiere den Lärm und die Staubentwicklung. Meyer: " Staub wird aber von den Lastwagen auf den unbefestigten Wegen aufgewirbelt, das ist nicht auszuschließen, auch wenn wir die Flächen berieseln." Mitarbeiter der Firma Umtec werden nach Meyers Angaben den Abriss auf dem Gelände begleiten. " Wir sind vor Ort, sprechen Sie uns direkt an, wenn es Probleme gibt."
Probleme könnte es für die Bewohner der Sudetenstraße geben, deren Gärten unmittelbar an Zaun und ehemaliger Panzerhalle grenzen. Wenn die massiven Hallen " abgeknabbert" werden, dürfte sich - je nach Wetterlage und Windrichtung - eine Staubschicht auf Garten, Haus und Auto legen. Oberbürgermeister Pistorius erntete spontanen Applaus in der Bürgerversammlung, als er versprach: " Wir schicken Ihnen unentgeltlich Fensterputzer, im angemessenen Rahmen natürlich."
Eine gesundheitliche Beeinträchtigung für die Anwohner schließen die Abbruch-Experten aus. Das relativ wenige asbesthaltige Baumaterial werde " selbstverständlich" sachgerecht entsorgt, so Meyer.
Die 14, 4 Hektar große Kaserne soll zu einem Wissenschafts- und Wohnpark entwickelt werden. Im östlichen Teil (8, 8 Hektar) sollen Absolventen der Hochschulen Möglichkeiten finden, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Im West-Teil ist ein Wohnquartier vorgesehen.
In der von Petra Voßebürger (Firma IKU, Dortmund) moderierten Veranstaltung kam auch die umstrittene Entlastungsstraße West zur Sprache. Pistorius sagte, die Entwicklung der Hochschulen und des Wissenschaftsparkes produziere Verkehr, für den Wege geschaffen werden müssten - " oder der Stadtteil erstickt in diesem Verkehr". 2012 will die Stadt die Planungen für die West-Straße aufnehmen. Das Geld ist im Haushaltsentwurf der Verwaltung eingeplant.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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