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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit Balu das erste Mal auf Schlittschuhen
Zwischenüberschrift:
Grundschüler und Studenten in der Eissporthalle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit etwas Hilfe hielten sich die Grundschüler gut auf dem Eis. Foto: Uwe Lewandowski
Osnabrück. " Ich kann schon mit den Schlittschuhen auf dem Eis stehen", erzählt der siebenjährige Furkan stolz. Er und etwa 50 andere " Moglis" erlebten am Samstagnachmittag mit ihren " Balus" schöne Stunden in der Eishalle. Die Moglis sind Grundschulkinder, die Balus Abiturienten und Studenten, die gemeinsam im Zuge des Projekts " Balu und Du" Freizeitaktivitäten unternehmen.
Von Thomas Wübker - " Balu und Du" wurde 2002 als gemeinsames Projekt des Fachgebiets Sozialpädagogik der Universität Osnabrück und des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln ins Leben gerufen. Studenten und Abiturienten im Alter von 18 bis 30 Jahren kümmern sich dabei ein Jahr lang um Grundschulkinder. Sie treffen sich einmal in der Woche.
Die Balus zeigen den Moglis aber nicht, wie sie Kokosnüsse knacken können, wie in dem Film " Das Dschungelbuch". " Sie machen etwas, was beiden Spaß macht und pädagogisch sinnvoll ist", erklärt Hildegard Müller-Kohlenberg, emeritierte Professorin für Sozialpädagogik.
Dass etwa 100 Kinder und ihre Mentoren am Samstag in der Eishalle ihre Runden drehten, war der Unter stützung durch die " OsnaBRÜCKe" zu verdanken. Dies ist eine Initiative der Wirtschaftsjunioren Osnabrück und soll Menschen unterstützen, die oft ehrenamtlich Kindern und Jugendlichen in Osnabrück zu einem guten Start ins Leben verhelfen wollen.
Hildegard Müller-Kohlenberg sagt, dass durch das Projekt untersucht werden solle, ob ein vernünftiges Freizeitverhalten sich auch auf ein vernünftiges Gesundheitsverhalten auswirke. " Einige Grundschullehrer haben berichtet, dass die Kinder, die an dem Projekt teilgenommen haben, sich besser in der Schule konzentrieren können", sagt die ehemalige Hochschullehrerin.
Furkans Blick auf dem Eis ist zwar konzentriert. Im Gespräch ist er aber nicht immer bei der Sache. Er erzählt, dass er gerne Verstecken spielt und mehr Fußball spielen möchte. In der Eishalle ist er zum ersten Mal. Mit Susan Glaß, seiner Mentorin, geht Furkan oft durch die Stadt spazieren. Er möchte die Plätze und Straßen kennenlernen. Sie haben auch schon mal zusammen Kekse gebacken.
Furkan nennt die 23-jährige Psychologie-Studentin respektvoll " meine Lehrerin". Sie sieht ihn als kleinen Bruder. Seit Oktober 2010 kennen sich die beiden. Meistens machen die Aktivitäten Spaß, meint Furkan. " Manche Sachen sind langweilig", sagt er. Susan Glaß schaut ihren Schützling lächelnd an und sagt nachsichtig: " Furkan wird schnell ungeduldig." Trotzdem wagt sie sich mit ihrem " kleinen Bruder" wieder aufs Eis, damit er nicht nur darauf stehen, sondern auch laufen kann.
Autor:
Thomas Wübker


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