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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Häuser als Rohstoffquelle
Zwischenüberschrift:
Möwe schult Langzeitarbeitslose und Jugendliche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
mlb OSNABRÜCK. Türgriffe, Schrauben, Fenster und Kacheln: Das sind Wertstoffe, die auch dann noch nutzbar sind, wenn sie bereits gebraucht wurden. Im Qualifizierungsprojekt Möwe sollen solche Altmaterialien aus Häusern fachgerecht aufgearbeitet und verkauft werden. Die Möwe will dafür in den kommenden drei Jahren 90 Menschen ausbilden, pro Jahr 30 Langzeitarbeitslose und Jugendliche. " Damit wirkt das Projekt auf drei Ebenen", erläutert Thomas Schulke, Möwe-Betriebsleiter: Es schone nicht nur die Umwelt, sondern habe durch die Qualifizierung auch wirtschaftliche und soziale Auswirkungen. Eingebunden sind überdies 40 Firmen aus der Region, in denen die Möwe-Mitarbeiter Praktika absolvieren. So sollen sie bei Abbruchunternehmen den fachgerechten Ausbau und den bruchsicheren Transport von Wertstoffen aus Häusern lernen. Langfristig sollen die Mitarbeiter einen " Secondhandshop für Baumaterial" aufbauen. Auch gebrauchte Fahrradteile sollen sie aufbereiten. Diese werden dann im Möwe-Laden an der Johannisstraße und am Standort am Hauswörmannsweg verkauft. Vorgesehen sind zudem Aktionen mit Kindern, Jugendlichen und Schulen. Teilnehmer an Ferienpass- Aktionen können sich aus den gewonnenen Altmaterialien Seifenkisten bauen. Es werden Projekttage entwickelt und Schülerfirmen angesprochen. " Wir wollen erreichen, dass die Osnabrücker ihre Wertstoffe bei uns abliefern, statt sie wegzuwerfen", sagt Möwe-Geschäftsführer Michael Strob. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit 124 500 Euro. Generalsekretär Fritz Brickwedde hebt den Vorbildcharakter angesichts der kommenden Rohstoffverknappung hervor: " Wir können es uns nicht leisten, Güter nicht mehr zu nutzen." Gebrauchte Geräte seien die Rohstoffquelle der Zukunft, vor allem für ein Land, das kaum über Rohstoffvorkommen verfügt, wie Deutschland, so Brickwedde. Sozialdezernentin Rita- Maria Rzyski ergänzt, dass eine Zusammenarbeit zwischen dem Projekt und dem Büro " Lernen vor Ort" der Stadt vorgesehen ist. Es berät, vernetzt und beobachtet.
Autor:
mlb


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