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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Von der Einbahnstraße überrascht
Zwischenüberschrift:
Neue Verkehrsführung auf einem Teilstück der Kommenderiestraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die neuen Schilder hängen bereits offensichtlich zur Überraschung einiger Autofahrer. Die Stadt hat gestern einen kleinen Abschnitt der Kommenderiestraße zur Einbahnstraße umfunktioniert. Hintergrund: Die Kreuzung mit dem Johannistorwall soll entlastet werden. Allerdings waren im Vorfeld lediglich die Anwohner informiert worden.

Gestern Vormittag stellten Mitarbeiter des Osnabrücker Servicebetriebs die bekannten Verkehrsschilder mit weißem Pfeil auf blauem Hintergrund beziehungsweise die rotenweißen " Einfahrt verboten"- Hinweise auf.
Betroffen von der Einbahnstraßenregelung ist der kurze Bereich zwischen OPGParkplatz und Johannistorwall. Autofahrer können damit diesen Teil der Kommenderiestraße stadtauswärts nicht mehr nutzen wenn sie denn die neue Verkehrsführung bemerken.
Beobachter stellten nämlich gestern Mittag sofort fest, dass sich fast alle Verkehrsteilnehmer, die mit dem Auto in Richtung Rosenplatz unterwegs waren, nicht an die neue Regelung hielten. Offensichtlich war der Osnabrücker Servicebetrieb zudem schneller als geplant. Denn ursprünglich sollten die Einbahnstraßenschilder noch durchgestrichen bleiben. Vorgesehen ist nämlich der Bau einer Mittelinsel, der den Verkehrsteilnehmern die neue Verkehrsführung verdeutlichen soll, berichtet Fachdienstleiter Jürgen Schmidt.
" Die Umwandlung hat mit der Leistungsfähigkeit des Knotens zu tun", verweist Fachbereichsleiter Franz Schürings auf die Kreuzung Kommenderiestraße/ Johannistorwall.

Die Frage wurde zuvor im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt behandelt. Denn hinlänglich bekann ist, dass Autofahrer, die stadteinwärts von der Sutthauser Straße in Richtung Kreuzung fahren und auf den Wall einbiegen wollen, häufig lange Rückstaus in Kauf nehmen müssen.
Im Oktober hatte die Stadt bereits Rundschreiben an die Anlieger der Kommenderiestraße sowie der anliegenden Straßen verteilt. Hier wird der Bereich " als eine der wohl stauanfälligsten Verkehrsstraßen in Osnabrück" bezeichnet.
Das Ergebnis der Beratungen im Ausschuss: Aus Richtung Rosenplatz kommend, können Verkehrsteilnehmer künftig auf zwei Spuren links abbiegen. Bei dieser Regelung sei eine Ausfahrt für Autos aus der nördlichen Kommenderiestraße auf den Wall " signaltechnisch nicht möglich", so der Hinweis in dem Rundschreiben. Das bedeutet also, dass Autofahrer diesen Bereich nur noch stadteinwärts durchfahren können. Für Radfahrer bleibt die Straße hingegen in beide Richtungen befahrbar.
Welchen Weg können Autofahrer stattdessen einschlagen? Alternative Routen in Richtung Rosenplatz/ Sutthauser Straße/ Iburger Straße wären die Süsterstraße entlang des Finanzamtes (wo es sich schon jetzt oft an der Kreuzung " knubbelt") sowie die Johannisstraße.
Möchte man allerdings in Richtung Bahnhof fahren würde die Johannisstraße ausscheiden, da man hier an der " Erdbrink-Kreuzung" nicht links abbiegen darf. Im Vorfeld hatte die Stadt eine Verkehrsuntersuchung für das gesamte Quartier durchführen lassen, berichtet Schürings. Ergebnis: Die geplante Verkehrsverlagerung führe zu keinen zusätzlichen Beeinträchtigungen an anderen Knotenpunkten.
Mit der neuen Verkehrsführung sind noch weitere Änderungen verbunden. So wurden an der Kreuzung Süsterstraße/ Kommenderiestraße die jeweiligen Abbiegeverbote aufgehoben.
Darüber hinaus wird im Bereich zwischen Süsterstraße, Johannisstraße und Wallring eine Tempo-30-Zone eingerichtet.

Kommentar

Schilda

Klar, jeder lernt in der Fahrschule, dass man als Verkehrsteilnehmer stets auf alle (auch die neuen) Verkehrsschilder achten und sie befolgen muss. Wenn das denn bei dem Schilderwirrwarr überhaupt noch möglich ist. Kein Wunder also, dass gestern viele Autofahrer die Schilder nicht gesehen haben und wie früher von der Kommenderiestraße auf den Wall gefahren sind. Eine rechtzeitige Information im Vorfeld wäre dringend nötig gewesen. Doch da gab es die peinliche Panne: Die Schilderaufsteller waren zu schnell, und die neue Regelung trat zu früh in Kraft. Keine Infos, keine Mittelinsel. So wurden es Schilder aus Schilda. Die Stadt tut im Übrigen gut daran zu beobachten, ob sich der Verkehr zu sehr verlagert.

Autor:
Henning Müller-Detert


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