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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hochtief bekommt das Sahnestück
Zwischenüberschrift:
Sanierungsgebiet Lotter Straße: Baukonzern will "komplett neues Viertel" errichten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das Sanierungsgebiet auf einem Luftbild aus dem Jahr 2005: Damals war das Busdepot noch in Betrieb, inzwischen sind fast alle Gebäude am unteren Bildrand abgerissen. Der Baukonzern Hochtief hat die rot markierten Grundstücke (Hagedorn und Busdepot 1) gekauft. Links davon befinden sich die Polizeiwerkstatt und die nicht mehr bestehende Tankstelle. Foto: Gert Westdörp
Osnabrück. Das Sahnestück im Sanierungsgebiet Lotter Straße geht an den Baukonzern Hochtief. Er will auf dem Areal der Chemiefabrik Hagedorn und dem benachbarten Busdepot am Kirchenkamp Geschäfte, Büros und Wohnungen bauen. 2015 soll alles fertig sein.
Von Rainer Lahmann-Lammert - Die Hochtief Projektentwicklung GmbH setzte sich unter zwölf Bewerbern in einem Investorenauswahlverfahren durch, das die Baubecon 2009 im Auftrag der Stadt ausgeschrieben hatte. An den Zuschlag ist der Kauf der entsprechenden Grundstücke geknüpft. Zwischen Weihnachten und Neujahr wurden die Verträge notariell besiegelt, wie Oberbürgermeister Boris Pistorius am Donnerstag vor der Presse verkündete. Es muss sich um eine komplizierte Rechtsmaterie handeln, die Verlesung der Urkunden soll sechseinhalb Stunden gedauert haben.
Pistorius sprach von einer " erfreulichen Nachricht". In das Sanierungsgebiet an der Lotter Straße würden in den kommenden Jahren 40 bis 50 Millionen Euro investiert. Das werde sich nicht nur im Stadtteil positiv auswirken, sondern bis in die Innenstadt.
Die Fabrik bleibt stehen
Was Hochtief plant, blieb im Pressegespräch unpräzise. Im Projektbericht des Unternehmens ist von einem " kompletten Stadtviertel mit Wohnungen, Büroflächen, Einzelhandel, Gastronomie und Parkraum" die Rede. Niederlassungsleiter Malchus Schwarzer erklärte, dass der Kopenhagener Architekt Prof. Carsten Lorenzen an einem Master-Design für das Projekt arbeite. Lorenzen gilt als internationale Koryphäe für zeitgemäße Wohnarchitektur. In Osnabrück hat er das Jahn-Carré auf dem ehemaligen Fuhrparkgelände an der Jahnstraße gestaltet.
Nach den Plänen von Hochtief werden die Stadtwerke-Gebäude am Kirchenkamp abgerissen, ebenso die Betriebsstätten der Chemiefabrik Hagedorn. Die viergeschossige Fabrik aus dem 19. Jahrhundert soll aber stehen bleiben und " in die Neugestaltung integriert werden", wie es im Projektbericht heißt.
Hochtief bekommt nicht das gesamte Plangebiet. Neben dem 1, 3 Hektar großen Gelände an der Lotter Straße steht dem Baukonzern ein halber Hektar auf dem gerade abgeräumten Busdepot zwischen Augustenburger Straße und Ernst-Sievers-Straße zu. Die übrigen Flächen sollen anderen Investoren zur Verfügung gestellt werden.
Zum Sanierungsgebiet gehört auch die ehemalige Shell-Tankstelle an der Lotter Straße mit einer langen Garagenzeile. Dazwischen liegt die alte Polizeiwerkstatt. Die Stadt Osnabrück drängt das Land Niedersachsen, dafür einen neuen Standort zu suchen, damit sie in das Sanierungsgebiet einbezogen werden kann.

Hochtief? Da war doch was!
Hochtief? Der deutsche Baukonzern steht seit Monaten in den Schlagzeilen, weil der spanische Konkurrent ACS eine feindliche Übernahme gestartet hat. 30 Prozent der Aktien haben sich die Spanier schon gesichert. Wirtschaftsexperten erwarten, dass es früher oder später zu einer Zerschlagung von Hochtief kommen wird.
Davon will sich Oberbürgermeister Boris Pistorius nicht beeindrucken lassen: " Wir sprechen hier Deutsch, nicht Spanisch", erklärte er am Donnerstag im Pressegespräch. Malchus Schwarzer, der Niederlassungsleiter des Baukonzerns, nahm den Ball auf und setzte auf die regionale Karte: In Osnabrück sei die Hochtief Projektentwicklung GmbH tätig, mit dem Zuständigkeitsbereich Weser-Ems. rll

Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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