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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
56 Millionen fahren mit dem Bus
Zwischenüberschrift:
Nahverkehr hat sich positiv entwickelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hat gut lachen: Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes in einem der modernen Busse der Stadtwerke Osnabrück als Teil der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück, die auch den Südkreis erfolgreich bedient. Foto: Archiv/ Pentermann
Bad Rothenfelde. Klaus Rehkämper spricht von einer " erfolgreichen Dienstleistung": Dieses Fazit zog der Bürgermeister nach einem Vortrag, den Harald Schulte von der Planos vor Kurzem im Fachausschuss Tourismus hielt. Anhand von Zahlen, Daten und Fakten kommt auch der Planungsleiter zu dem Schluss: Der Nahverkehr in Stadt und Landkreis Osnabrück der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt.
Von Simone Grawe - Seit der Einführung des Regio-Taktes 1995, nach Worten von Schulte ein " erster Meilenstein", habe sich das Angebot permanent verbessert. Erfreulich sei, so Schulte, dass die Verkehrsgemeinschaft mit ihren sechs Teilgemeinschaften als " VOS" als Dachmarke wahrgenommen werde: " Wenige Personen hängen überall drin, es gibt eine enge Zusammenfassung der drei Ebenen aus Auf gabenträgern, Management und Betriebsebene. Anfangs wurde diese Organisationsstruktur belächelt, doch das hat sich inzwischen erledigt", betonte Schulte.
Was hat sich im Einzelnen verbessert? Der Referent spannte den Bogen vom Regio-Takt in der VOS Süd über einen neuen Marktauftritt im Folgejahr bis zum VOS-Gemeinschaftstarif 1997, mit dem der Flickenteppich durch ein einheitliches Tarifsystem abgelöst wurde. Als äußerst erfolgreich stellt sich bis heute der 1999 eingeführte Nachtbus dar, der die Nachtschwärmer gut und sicher nach Hause bringt.
Als weitere Bausteine der Angebotsverbesserung nannte Schulte weitere Fortschritte im barrierefreien Haltestellenausbau, ein neues Liniennetz in Osnabrück in 2007 sowie die Einrichtung des Produktes Freizeitbus. Daneben habe sich die Anpassung des Busverkehrs in der VOS Süd auf den Haller Willem für den Fahrgast als gute Lösung erwiesen. Die Vertaktung von Bus und Schiene funktioniere im Südkreis sehr gut.
Zufriedenheit auch bei der Entwicklung der Fahrgastzahlen: " Eine Stagnation auf hohem Niveau", urteilte der Planungsleiter angesichts einer jährlichen Gesamtbeförderungszahl von rund 56 Millionen Fahrgästen. 1997 lag der Wert noch bei gut 45 Millionen beförderten Personen.
Der Preis für Dieselkraftstoff ist in den letzten fünf Jahren kräftig angestiegen, prozentual wesentlich mehr als die übrigen Kosten wie Versicherungen, Reparaturen oder Personal, führte Schulte aus. Die Fahrpreise seien gleichwohl " gemäßigt" angehoben worden.
Der Erwerb des Busführerscheins sei mittlerweile " extrem teuer" und aufwendig, berichtete Schulte. Immerhin 10 000 Euro müssten aufgebracht werden. Von daher sei es schwierig, neue Fahrer zu bekommen. Seit 2008 bietet die VOS die Ausbildung " Fachkraft im Fahrdienst" an: " Ein anerkannter Ausbildungsberuf, um vernünftige Nachwuchskräfte zu erhalten."
Etwa ein Drittel der Fahrzeuge ist auf den Straßen in Stadt und Landkreis Osnabrück unterwegs, um Schüler zu befördern, teilte Schulte mit. Dabei habe sich die Umsetzung der Schulstrukturreform mit unterschiedlichen Anfangszeiten von 7.30 bis 8.30 Uhr bewährt, denn dadurch sei es möglich, dass ein Fahrzeug mehrere Schleifen fährt: " Würden alle Schulen zur gleichen Zeit beginnen, müssten doppelt so viele Busse fahren", rechnete Schulte vor. Eine Rücknahme der Schulzeitstaffelung würde die Mehrfachnutzung von Bussen verringern und einen erheblichen Mehrbedarf an Fahrzeugen verursachen. Geschätzte Mehrkosten pro Jahr: rund 500 000 Euro.
Als wahres " Horrorszenario" bewertete der Referent die Schließung von Schulstandorten, denn bei (künftig zu erwartender) Zusammenlegung oder Schließung von Schulen steigt die Zahl der zu befördernden Schüler. Ein weiteres Risiko stelle der Ganztagsunterricht dar, der zu einer Verlängerung der Betriebszeiten der Schülerbeförderung mit entsprechend verlängerten Dienst- und Arbeitszeiten führe.
Eindringlich richtete Schulte den Appell an die Kommunen, den ÖPNV auch weiterhin mitzufinanzieren: " Behalten Sie den Wert bei, es ist gut angelegtes Geld", urteilte Schulte.
Die kommunale Mitfinanzierung betrug im Jahr 1996 exakt 505 952 Euro und sank im Jahr 2009 auf 350 626 Euro. Bad Rothenfelde beteiligte sich 1996 mit einem Betrag von 31 980 Euro an diesen Kosten, 2009 waren es 22 162 Euro.

Autor:
Simone Grawe


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