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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Dem Neumarkttunnel fehlt die Perspektive
Zwischenüberschrift:
Nach der Schließung der Geschäfte setzt die Stadt auf Investitionsentscheidungen im Umfeld
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Vorletzte macht das Licht aus: Konditormeister Reinhard Coppenrath räumt mit seiner Familie das Geschäft im Neumarkttunnel. Foto: Gert Westdörp
rll Osnabrück. Die Stadt hat noch keine klare Perspektive für den Neumarkttunnel. Nach der missglückten Schließung zum Jahresende richtet sie ihre Hoffnung auf Investitionsentscheidungen im nahen Umfeld.
Nach einem Ratsbeschluss sollte der Neumarkttunnel " möglichst" am 31. Dezember 2010 geschlossen werden. An diesem Tag liefen die Verträge der Osnabrücker Park stätten-Betriebsgesellschaft (OPG) mit den Geschäften in der Passage aus - mit einer Ausnahme: Das Schuhgeschäft Axxessa darf noch zwei Jahre länger bleiben. Inhaber Josef Beike will weitermachen, obwohl alle anderen Läden inzwischen dunkel sind. Damit es im Tunnel nicht so öde aussieht, hat er seine Verkaufsstände auch im Durchgang platziert.
Beikes zweites Standbein, das Schmuckgeschäft Axxessa, ist inzwischen ausgeräumt. Der benachbarte Döner-Imbiss hat schon vor einigen Wochen dichtgemacht. Und Konditormeister Reinhard Coppenrath kommt nicht umhin, seine Bäckereifiliale mit dem kleinen Café auszuräumen. Dabei hatte er bis zuletzt gehofft, dass sich die OPG angesichts der Umstände doch noch auf eine Vertragsverlängerung einlassen würde.
Die Parkstätten-Betriebsgesellschaft will die unterirdische Passage noch im Januar an die Stadt zurückgeben. " Im Moment machen wir die Abwicklung", sagt OPG-Geschäftsführer Ingo Hoppe.
In der Stadtverwaltung wird sich voraussichtlich der Fachbereich Immobilien der ungeliebten Passage annehmen. Obwohl in den vergangenen zehn Jahren mehrfach investiert wurde, gibt es erhebliche Bauschäden. Die Rolltreppen im östlichen Teil des Tunnels stehen häufig. An mehreren Stellen dringt Oberflächenwasser in die Passage ein. Reparaturen wurden offensichtlich zurückgestellt.
Nach Auskunft von Stadtbaurat Wolfgang Griesert gibt es keine konkreten Pläne für eine Weiternutzung des Neumarkttunnels. Die Stadt wolle jetzt erst einmal abwarten, was sich auf dem Grundstück an der Ecke zwischen Kollegienwall und Wittekindstraße tut. Gemeinsam mit der Sparkasse hat sie einen Investorenwettbewerb ausgeschrieben, über den am 14. Januar entschieden werden soll. Das Projekt könne auch auf den Tunnel ausstrahlen, sagt der Stadtbaurat optimistisch.
Eine zweite Hoffnung ist das geplante Einkaufszentrum zwischen der Johannisstraße und dem ehemaligen Kaufhaus Wöhrl. Wie es heißt, steht die Stadt im Kontakt mit Investoren.

Kommentar
Desaster
Von Rainer - Das Ende des Neumarkttunnels ist eine traurige Veranstaltung. Niemand möchte verantwortlich sein für das Desaster, in das sich die Stadt manövriert hat.
Vor wenigen Jahren wurde noch einmal viel Geld versenkt, um schicke Eingänge zu errichten und den Tunnel zu teilen. Und das, obwohl die Tage der Passage schon gezählt waren. Denn der ebenerdige Fußgängerstrom ist zum Selbstläufer geworden. Die Hoffnung auf neue Bauprojekte am Neumarkt wird den Tunnel nicht retten. Beenden wir das unwürdige Kapitel. Lieber heute als morgen.

Autor:
rll


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