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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Augen auf im Schlittenverkehr
Zwischenüberschrift:
Mit Sicherheit über die Rodelpiste in Lüstringen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nur etwas für langsames Tempo: Wenn' s schneller abwärts geht, landen die Kette-Fahrer ruckzuck im Schnee. Foto: Hermann Pentermann
tw Osnabrück. Den steilen Abhang der Rodelpiste am Schledehauser Weg in Lüstringen will ein junger Mann stehend auf seinem Schlitten hinabfahren. Er kommt nicht weit. Unter großem Gelächter seiner Kumpeln stürzt er nach wenigen Metern in den Schnee. Michael (11), Melanie (12), Lolvej (6) und Iselin (8) beobachten diese Szene interessiert. Sie wissen, wie sie sicher unten ankommen.
Bevor die vier Kinder zum ersten Mal auf einem Schlitten saßen, haben Ira und Andreas Nave mit ihnen geübt, sagen sie. Michael behauptet zwar, er bremse, indem er kopfüber in den Schnee fährt. Als er die steile Piste hinunterfährt, weiß er aber sehr wohl, wie er lenken muss und bremst mit den Füßen. Da die Piste in Lüstringen auch einen flacheren Abhang für ungeübte Rodler bietet, können die Nichten der Naves, Lolvej und Iselin, erst üben.
Die von einigen Kinderärzten gegebene Empfehlung, Kinder sollten beim Rodeln Helme tragen, weist Andreas Nave zurück. " Man kann es auch übertreiben", sagt er. Er und seine Frau hätten die Kinder gut vorbereitet und ihnen auch gesagt, sie sollten mit ihren Schlitten nicht ins Getümmel fahren.
" Sonst haben wir immer Helme dabei", behaupten Marco und Sabine Hinrichs. Nur dieses eine Mal haben sie sie vergessen. " Wir haben gesehen, wie ein Junge vor einen Baum gefahren ist", sagt Marco Hinrichs. Da hätten sie sich für die Schutzmaßnahme entschieden. Sabine Hinrichs kommt aus dem Saarland. " Da ist es Normalität, dass Kinder Helme tragen", erzählt sie. Aus dem Saarland hat sie zu Weihnachten von ihren Eltern das Paar Skier bekommen, mit dem sie jetzt den Abhang am Schledehausener Weg hinunterfährt. " Hier fehlt ein Ski-Lift", sagt sie im Scherz.
" Wenn es gefährlich wird, runter vom Schlitten schmeißen", hat Marco Hinrichs seinen Kindern eingeschärft. Viktoria (11) und Julius (8) sind schon geübte Fahrer und sitzen allein auf ihren Schlitten. Mit der vierjährigen Tochter Pauline bildet der Papa ein Duo. So kann er seine Kleine gut festhalten.
Die Internetseite www.rodelfuehrer.de »gibt einige nützliche Sicherheitstipps, die beim Rodeln beachtet werden sollten. Dort wird empfohlen, dass Kinder Helme tragen sollten. Die Macher der Seite, ein Rodel-Shop aus der Nähe von München, meinen zudem, dass warme Kleidung die Muskeln und Gelenke warm hält und bei Stürzen vor Verletzungen schützt. Festes Schuhwerk, jedoch auf keinen Fall Skistiefel, und stabile Handschuhe schützen zusätzlich Sprunggelenke und Handgelenke.
Die Rodel-Experten weisen darauf hin, dass gegenseitige Rücksicht und Vorsicht auf den Pisten absolut notwendig sei, um Kollisionen zu vermeiden. Also: Augen auf im Schlittenverkehr! Falls es doch einmal zu einem Sturz komme, sollten die betroffenen Rodler die Strecke sofort verlassen, auch wenn es noch ein bisschen wehtut. Denn wenn ein Rodler mit einem liegenden Menschen zusammenstößt, sind noch schlimmere Verletzungen möglich. Daher auch nicht knapp hintereinanderfahren. Denn wenn der Vordermann stürzt, fährt der Hintermann unausweichlich in den Gestürzten.
Autor:
tw


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