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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Igelparadies im Garten
Zwischenüberschrift:
NABU: Stacheltiere brauchen heimische Pflanzen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Jeder liebt den Igel - vom Kind bis zum Greis. Foto: NABU
pm Osnabrück. Wenn in einigen Monaten die Igel aus dem Winterschlaf erwachen, sollen sie möglichst viele " igelfreundliche" Gärten vorfinden - das wünscht sich Rüdiger Wohlers vom Naturschutzbund NABU.
Dafür gebe es viel zu tun, denn die Wirklichkeit sehe für den Igel in deutschen Gärten oft düster und lebensfeindlich aus, sagt der Naturschützer. Das Verhältnis der Deutschen zum Igel ist absolut kurios und widersprüchlich: Er ist sicherlich das mit Abstand beliebteste heimische Säugetier. Er taucht in Fabeln und Sagen auf - stets in positiver Rolle. Er steht für Klugheit, Wehrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Vom Kind bis zum Greis liebt ihn eigentlich jeder. Diese emotionale Nähe zum Igel schlägt sich nicht zuletzt in den vielen besorgten Anrufen von Tierfreunden beim NABU nieder, die tatsächlich oder vermeintlich untergewichtiger Igel aufnehmen wollen.
All diese Sympathie stehe aber in krassem Gegensatz zur Situation in Gärten und Kleingärten: Dort dominierten oft immergrüne Exoten, die für Wildtiere wie den Igel - aber auch für Vögel, Fledermäuse und andere Tiere - kaum oder gar keine Nahrung böten. " Wo früher Beete und Blumen waren, erstrecken sich versiegelte Flächen", klagt Wohlers. Laubbäume oder - sträucher fehlten - doch gerade ihr Laub sei für den Igel überlebenswichtig.
Hinzu kämen Todesfallen für den Igel wie tiefe, unverschlossene Keller- und Lüftungsschächte, offene Fallrohre und steile Plastikteiche ohne Ausstieg sowie immer enger werdende Zäune, durch die die " Stachelritter" nicht mehr in den Garten gelangen könnten.
Es sei höchste Zeit für jeden Igelfreund, nun - rechtzeitig, bevor das " Igeljahr" beginnt - Taten folgen zu lassen, sagt Wohlers. " Statt im Herbst in eine falsche Einsammelmentalität zu verfallen, ist es viel besser, jetzt im Garten und Kleingarten dafür zu sorgen, dass dieser in 2011 ein kleines Igelparadies wird." Dazu gehöre, den Garten naturnah zu halten und zu pflegen: Heimische Pflanzen, insbesondere laubtragende, gehörten ebenso dazu wie die Entschärfung von Gefahrenquellen und die Schaffung eines idealen Überwinterungsquartiers. " Sehr gut bewährt hat sich die sogenannte Igelburg aus Holz, die mit etwas handwerklichem Geschick leicht gebaut werden kann. An einer trockenen, geschützten Stelle im Garten aufgestellt und mit trockenem Reisig und Laub überdeckt, bietet sie dem Igel ein wunderbares Winterquartier, und im Frühjahr können darin die Jungigel das Licht der Welt erblicken."
Beim NABU Oldenburg kann eine Infobroschüre angefordert werden, die auch einen Igelburg-Bauplan enthält. Diese Informationen können angefordert gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Stichwort Igel, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.
Autor:
pm


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