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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schlechte Zeiten für Eulen
Zwischenüberschrift:
Mäuse verstecken sich unter der Schneedecke
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Schleiereule Foto: colourbox
gre Wallenhorst/ Belm/ Bissendorf. Die weiße Schneedecke macht alles hell und freundlich - oberflächlich betrachtet. Für Tagraubvögel und Schleiereulen bedeutet das, dass sie es schwer haben, an ihr Futter heranzukommen. Wallenhorsts Umweltbeauftragter Udo Stangier hofft, dass Landwirte ihre Scheunen öffnen, damit Mäusejäger nicht verhungern.
" Eulen und Greife können durch die hohe Schneedecke ihre Beute nicht sehen und durchstoßen. Die Mäuse aber laufen darunter hin und her", erklärt Stangier. Wie im Vorjahr drohe für die kleinen Raubtiere ein Hungerwinter.
Nach Stangiers Einschätzung könnte es in den Folgejahren eine Mäuseplage geben. " Etliche Mäusejäger sind verhungert. Im Frühjahr gibt es weniger Brutpaare, also weniger Nachkommen. Folglich haben die Nager weniger Fraßfeinde", schlussfolgert der Umweltbeauftragte.
Bedroht sieht er überdies die Spezies Steinkauz, die gerade erst begonnen hat, in Wallenhorst wieder heimisch zu werden. Während Singvögel in Siedlungen mühelos mit Futter aus dem Supermarkt gefüttert werden können, ist für die Überlebenshilfe von Taggreifen und Schleiereulen die Kooperation mit Landwirten oder Anwohnern mit größeren Grundstücken im Außenbereich erforderlich. " Taggreife können an einem Luderplatz gefüttert werden, wo man Schlachtabfälle hinlegt", sagt Udo Stangier.
Wer Getreide auf der Diele lagert, was Mäusen in der Regel einen reich gedeckten Tisch beschert, kann deren Zahl dezimieren, wenn Schleiereulen und Steinkäuze die Gelegenheit haben, hineinzufliegen. Dazu reicht ein 20 Zentimeter breiter Torspalt.
Alternativ könne man an ruhigen Stellen im Dorf oder auf Höfen Mäuse mit Druschabfällen und minderwertigem Getreide als Beute für die lautlosen Jäger anlocken. Weil das für manche Anwohner eine gewöhnungsbedürftige Vorstellung ist, schlägt Udo Stangier vor, eine Mäuseburg zu bauen: Dazu müsse man nur aus Paletten oder löchrigen Brettern einen einfachen Würfel zimmern - ohne Dach.
" Den Bau sollte man mit Steinen und Stroh füllen und Druschabfall drauf streuen. Das lockt Mäuse an. Über dem Kasten wird eine Stange mit einem Querholz als Ansitzwarte für Eulen angebracht", erklärt Stangier. Der Druschabfall sollte ab und an erneuert werden.
Autor:
gre


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