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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Winterdienste sparsam mit Streusalz
Zwischenüberschrift:
Vorräte überschaubar, aber noch kein Engpass
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Rund 7600 Tonnen Salz sind seit Ende November auf die Hauptverkehrsstraßen im Osnabrücker Land gestreut worden. Ein Engpass deutet sich trotz frostiger Temperaturen und anhaltender Schneefälle nach Behördenangaben bislang noch nicht an. Allerdings gehen die Straßenmeistereien auf den Autobahnen sowie den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sparsam mit dem Taumittel um.
Von Franz-Josef Raders - Auf den 642 Kilometern Kreisstraßen haben die Streufahrzeuge des Landkreises bereits etwa 1600 Tonnen Salz gestreut. Das entspricht der doppelten Menge der Lagerkapazität, die der Kreis für die Kreisstraßen sowie für die Stadt Bersenbrück und die Gemeinde Bissendorf - die Standorte der Kreisstraßenmeistereien - vorhält. War der Bezug von Streusalz bis Mitte Dezember noch unproblematisch, hat sich die Lage mittlerweile geändert: Aufgrund der Witterungsverhältnisse stoßen die Zulieferer zunehmend an die Grenzen ihrer Transportkapazität, teilte die Kreisverwaltung gestern mit. Die Lagermöglichkeiten bei den Kreisstraßenmeistereien sind aber für den durchschnittlichen Bedarf ausgelegt. Wenn wie zu diesem Winterbeginn mehr Salz benötigt wird, muss dementsprechend stetig nachgeliefert werden. Bei gleich bleibender Wetterlage bis März könnte der Verbrauch von Streusalz noch auf 4000 bis 5000 Tonnen ansteigen. Lagerkapazitäten für diese Extremverhältnisse werden aber nicht bereitgestellt, weil dies schlicht unwirtschaftlich wäre. Zudem nimmt die Streufähigkeit des Taumittels ab, wenn das Salz länger als ein bis zwei Jahre gelagert wird.
Grundsätzlich lässt die Kreisverwaltung auf allen Kreisstraßen den Schnee räumen. Streusalz in Verbindung mit Salzsole, die die Haftung auf der Fahrbahn und die Dosierung verbessert sowie den Verbrauch senkt, wird aber nur auf den besonders verkehrswichtigen Kreisstraßen verwendet. Darüber hinaus werden alle Gefahrenstellen wie Steigungen oder stärkere Kurvenbereiche abgestreut.
Bei Streckenabschnitten mit nur wenigen Hundert Fahrzeugen am Tag wird derzeit auf den Einsatz von Salz verzichtet. Auch hier gibt es einen einfachen Grund: Für das Einsetzen der Tauwirkung wird ein gewisses Maß an Fahrzeugverkehr benötigt. Ähnlich verfährt der Landkreis bei Radwegen: Einen Winterdienst gibt es in erster Linie nur dort, wo auch eine entsprechende Nutzung festzustellen ist.
Mit dieser Praxis richtet sich der Landkreis eigenen Angaben zufolge nach den Vorgaben des Niedersächsischen Straßengesetzes. Danach sind die Arbeiten nach besten Kräften auszuführen und sollen eine Befahrbarkeit der Straßen sicherstellen. Bei den wichtigen Strecken gilt dies zwischen 6 und 22 Uhr, bei allen übrigen nach den verkehrlichen Anforderungen.
Cord Lüesse ist als Chef der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Osnabrück zuständig für 260 Kilometer Autobahnen in der Region, 265 Kilometer Bundesstraßen sowie 735 Kilometer Landesstraßen. Rund 6000 Tonnen Salz sind seit Ende November auf diese Hauptverkehrswege gestreut worden - aber auch hier nicht nach dem Gießkannenprinzip. " Wir gehen sparsam mit dem Streusalz um", sagte Lüesse gestern, " und streuen auf den Autobahnen nur noch die Hauptfahrstreifen". Wegen einer " allgemeinen Lieferknappheit" sind nämlich auch die Vorräte der Aufsichtsbehörde überschaubar.

Autor:
Franz-Josef Raders


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