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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Angelaschüler: Austausch ins Armenviertel
Zwischenüberschrift:
Herzliche Aufnahme in Lima
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Wenn sich zwei guten Freunden ein Dritter hinzugesellt, heißt das längst nicht immer Gutes . Im Falle der langjährigen Partnerschaft zwischen der Angelaschule Osnabrück und dem Colegio San José in Miramar (Peru) aber durchaus: Vor drei Jahren wurde aus dem Zweier- ein Dreierbund. Gemeinsam mitder Santa-Ursula-Schule in Lima fand jetzt der erste Schüleraustausch statt.

Die Partnerschaft zwischen der Angelaschule und der Grundschule San José in Miramar, einem Stadtteil der peruanischen Hauptstadt Lima, besteht seit vielen Jahren. Doch gegenseitige Schüleraustausche hat es in all den Jahrzehnten nicht gegeben. Der Hintergrund: Die notwenige Augenhöhe ist und war einfach nicht vorhanden. San José befindet sich mitten im Armenviertel von Miramar, die Schüler stammen aus bedürftigen Familien und leiden auch psychisch unter ihrer schwierigen Lebenssituation. Die Partnerschaft mit der Angelaschule konzentrierte sich vorrangig auf die finanzielle Unterstützung für Miramar. Bei Schulfesten, Adventsbasaren und ähnlichen Veranstaltungen wird auch heute noch immer Geld gesammelt, um die Kinder in Peru damit zu unterstützen. Doch neben dem guten Zweck wünschte man sich in der Schüler- und Lehrerschaft in Deutschland zusätzlich eine Partnerschaft, die von gegenseitigen Besuchen und persönlichen Kontakten lebt. Dies berichtet Andrea Tüllinghoff, Lehrerin an der Angelaschule. Zusammen mit Kollegen und Schülern hat sie vor einigen Jahren den " Arbeitskreis Miramar" gegründet. Es wurden Kontakte zur Santa-Ursula-Schule in Lima geknüpft, die ihrerseits ebenfalls schon Kontakte zur Armenschule in Miramar pflegte. Die Schüler von " Santa Ursula" sind genauso alt wie die Schüler der Angelaschule und kommen im Gegensatz zu den Grundschülern von " San José" auch nicht aus ärmlichen Verhältnissen. Das seien durchaus wichtige Voraussetzungen, um gegenseitige Austausche, Mailwechsel oder ähnliche gemeinschaftliche Dinge zu realisieren, sagt Andrea Tüllinghoff. Zum Beispiel haben die Schüler in Miramar gar keinen Internetzugang, geschweige denn die räumlichen Möglichkeiten, um Gastschüler aufzunehmen. Sie selbst haben kaum genügend Platz, um in ihren Behausungen zu leben. Gemeinsame Idee der Angelaschule und Santa Ursula war somit eine Partnerschaft zu dritt. Austausche unter Schülern sollten dann eher zwischen Angela und Santa Ursula stattfinden, finanzielle Hilfe war für Miramar vorgesehen. Etwa drei Jahre nach Entstehung dieser Idee darf man heute sagen: Sie ist geglückt. Denn schon im letzten Herbst sind Lehrer der Angelaschule nach Lima geflogen, um die Kontakte in Lima und Miramar persönlich zu intensivieren. Nur ein Jahr danach hat in Lima jetzt der erste gemeinsame Schüleraustausch stattgefunden: Anfang der Herbstferien sind elf Angelaschülerinnen aus der neunten Klasse mit zwei begleitenden Lehrern, Andrea Tüllinghoff und Harald Meyer, nach Südamerika geflogen, um die Partnerschulen und das Land persönlich kennenzulernen. " Es war ein ganz großer Erfolg, die Schülerinnen waren begeistert, wie offen und herzlich sie von ihren Gastfamilien aufgenommen wurden", sagt Andrea Tüllinghoff. Die Mädchen, die am Austausch teilgenommen haben, kommen aus einem Spanischkurs, der seit einem Jahr besteht. Drei Wochen konnten sie ihre frisch erworbenen Sprachkenntnisse nun dort trainieren, wo die Sprache gelebt und gesprochen wird. Das peruanische Schulleben, die krassen Gegensätze von Arm und Reich, veranschaulicht durch die beiden verschiedenen Partnerschulen, aber auch die faszinierende Landschaft Südamerikas standen auf dem Programm. In Osnabrück wird derzeit schon an einem Programm für die peruanischen Schüler gebastelt. Denn die kommen bereits im Mai 2011 zum ersten Gegenbesuch.
Autor:
Stefanie Hiekmann


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