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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Georgsmarienhütte sperrt seine Sporthallen
Zwischenüberschrift:
Vorsichtsmaßnahme wegen der Schneelast - Stadt Osnabrück sieht noch keinen Handlungsbedarf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Obwohl nicht auf jedem Hallendach in GMHütte eine kritische Schneelast liegt, hat sich die Stadt entschieden, alle ihre Sporthallen bis auf Weiteres zu schließen. Das Foto zeigt die Glückauf-Halle am Südring. Foto: Jörn Martens
hpet Osnabrück/ Georgsmarienhütte. Georgsmarienhütte hat seit Montag alle städtischen Sporthallen gesperrt. In den betreffenden Hallen finden also weder Schulsport noch andere Vereinstreffen statt. Vergleichbare Hallen in der Stadt Osnabrück darf man weiterhin betreten.
Die Situation in GMHütte: " Nach Bad Reichenhall sind alle sensibilisiert", sagt Michael Pohlmeyer. Dort war im Januar vor fünf Jahren eine schneebedeckte Eissporthalle eingestürzt. " Um dem Risiko aus dem Wege zu gehen", habe die GMHütter Verwaltung sich für diesen Schritt entschieden.
Auslöser war unter anderem eine E-Mail des Landkreises Osnabrück vom Wochenende. Darin weist der Fachdienst Schulen auf die wachsenden Schneemassen auf den Hallendächern hin. In der Regel seien diese Dächer statisch nur für eine Schneelast von gut 30 Zentimetern ausgelegt, heißt es darin. " Aus Sicherheitsgründen sind daher weit gespannte Tragwerke, wie zum Beispiel Aulen, Sporthallen und Fahrradstände, zu sperren, soweit eine Schneehöhe von 30 bis 35 cm erreicht ist."
Daraufhin habe die GMHütter Verwaltung über die Hausmeister der Hallen die aktuelle Schneehöhe erfasst, schildert Pohlmeyer. Und einige hätten bereits Höhen von bis zu 30 Zentimeter gemeldet. Zwar seien nicht alle gemessenen Werte so hoch, somit auch nicht alle Hallen gleich stark gefährdet. Jedoch habe man sich für eine Komplettsperrung entschieden, um das " Chaos in der Organisation" zu vermeiden. Zusätzlich hänge die Information an jeder Halle aus. Einen Statiker befragt, wie es in anderen Kommunen Usus ist, habe man vor der Sperrung nicht, so Pohlmeyer.
Auch die Wettervorhersagen, nach denen es in den nächsten Tagen regnen könnte, hätten die Stadt zu diesem Schritt veranlasst. Der Grund ist klar: Nasser Schnee ist deutlich schwerer als trockener.
Die Auswirkungen auf das Schulleben halten sich in Grenzen. Gestern haben die Weihnachtsferien begonnen, die bis zum 5. Januar dauern. Betroffen von der Sperrung sind laut Pohlmeyer allerdings einige Sportvereine. Sie dürfen darauf hoffen, dass die Sperrung bei ge ringeren Schneehöhen auch vor Ferienende aufgehoben wird.
So läuft es in Osnabrück: " Wir haben das Thema im Blick", sagt Dirk König, Betriebsleiter Immobilien- und Gebäudemanagement in Osnabrück. Momentan sehe die Stadt aber keine Veranlassung für Sperrungen. Problematisch werde es allerdings, wenn " das Ganze jetzt lange antaut und dann noch einmal Schnee fällt".
Das sagt der Landkreis: Auch aus Sicht der Kreisverwaltung Osnabrück gibt es derzeit keinerlei Handlungsbedarf. Alle Flachdächer auf Gebäuden in Kreiseigentum (also auch alle Schul- und Sportgebäude) sind nach Angaben von Behördensprecher Burkhard Riepenhoff derzeit nicht gefährdet. Grundsätzlich sei jeder Gebäudeeigentümer selbst verantwortlich für die Sicherheit, also auch für die Statik/ Tragfähigkeit von Flachdächern.
Auch Bissendorf handelt: Seit Montag sind in Bissendorf alle Hallen gesperrt. Ein Statiker habe errechnet, dass die Schneelast ab einer Höhe von rund 30 Zentimetern bedenklich werde, erläuterte Bürgermeister Guido Halfter. Vor zwei Jahren seien Stäbe mit einer entsprechenden Länge auf die Dächer montiert worden. Wenn die im Schnee versunken sind, werden die Hallen gesperrt. So wie jetzt.

Wie viel wiegt Schnee?
Der entscheidende Faktor für das Gewicht von Schnee ist seine Feuchtigkeit. Es gilt: je nasser, desto schwerer. Den leichten Pulverschnee erkennt man daran, dass er auch unter Druck nicht zusammenklebt. Feuchtschnee klebt dagegen und ist gut für Schneebälle. Aus Nassschnee (auch Sulz genannt) kann man die Flüssigkeit sogar herauspressen. Die gleiche Menge leichten Pulverschnees (in der Regel nicht älter als drei Tage) wiegt mitunter nur ein Zehntel von nassem Altschnee. In Zahlen: Ein Quadratmeter frischer Neuschnee kann bis zu drei Meter hoch werden und wiegt doch nur 100 Kilogramm. Dasselbe Gewicht bringt pro Quadratmeter aber auch 30 Zentimeter hoher nasser Altschnee auf die Waage. (Quelle: Wikipedia)

Autor:
hpet


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