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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mehr Technik als Wasser
Zwischenüberschrift:
Advents-Türchenöffner in den Maschinenräumen des Nettebades
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hier wird das Chlor dosiert, mit dem die Keime im Wasser abgetötet werden. Jürgen August zeigt Nils Koop und Nils Dreier die Technik hinter den Kulissen des Nettebades.Foto: Jörn Martens
swa Osnabrück. Ein Hallenbad ist ein mit Wasser gefülltes Schwimmbecken in einem großen Haus. Im Prinzip stimmt das, aber es gehört eine Menge mehr dazu, damit alles funktioniert. Dieses Gefühl hatten Nils Koop und Nils Dreier schon länger, und deshalb wollten sie mal hinter die geheimnisvollen Türen im Nettebad schauen, hinter denen sich die Technik verbirgt.
Jürgen August, Leiter der Technik im Nettebad, öffnete den beiden Drittklässlern jetzt bei der Adventsaktion der NOZ-Lokalredaktion diese ansonsten verschlossenen Pforten.
Zunächst ging' s aufs Dach des Bades in der Osnabrücker Netteaue. Hier wird dafür gesorgt, dass die Badegäste auch bei winterlich kalten Außentemperaturen wie jetzt gerade nicht bibbern müssen. In riesigen Lüftern werden die Luftmassen aus den Schwimmhallen umgewälzt und dabei wieder erwärmt.
Ein wichtiges Bauteil konnten die beiden Jungen aus der Nähe betrachten: ein Wärmerückgewinnungsgerät. Damit wird der aus dem Bad herausströmenden verbrauchten Luft die Wärme entzogen und der einströmenden Frischluft zugeführt. Damit spart das Nettebad bis zu 1100 Kilowatt Wärmeleistung ein. Zum Vergleich: Allein mit dieser Ersparnis könnte man ungefähr 100 Einfamilienhäuser heizen.
Nach der Lüftungsanlage nahmen die Besucher die Wasseraufbereitung unter die Lupe. Dazu fuhren sie mit dem Aufzug vom Dach in den Keller. Das Badewasser muss sauber bleiben, und das hin-zukriegen erfordert einiges an Technik, wie Jürgen August den beiden Nils zeigte. Pro Schwimmer müssen zum Beispiel 30 Liter Wasser aufbereitet werden. Mit speziellen Messgeräten wird die Wasserqualität dauernd überwacht.
Mit den Messgeräten wird die Menge Chlor genau dosiert, mit denen die ungesunden Keime im Wasser abgetötet werden. Es dauert nur ein paar Sekunden, bis eine Bazille, wenn sie erst einmal ins Wasser gelangt ist, auch schon ins Jenseits befördert ist.
Übrigens: Frieren muss man als Schwimmbadtechniker nicht. Diese Erfahrung konnten die beiden Jungen in der Unterwelt des Nettebades am eigenen Leib spüren. Die Arbeit ist also ziemlich anstrengend, aber auch vielseitig, wie Nils Koop am Ende wusste. Auf der Rückfahrt fragte er seine Mutter: " Was meinst du, ist da wohl mehr Technik oder mehr Wasser im Nettebad?"
Autor:
swa


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