User Online: 1 | Timeout: 20:02Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gassi gehen im Mäntelchen
Zwischenüberschrift:
Auch Hunde frieren - Tierärztin empfiehlt für bestimmte Rassen Winterkleidung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Möpse Wilma (links) und Paul von Norbert Holthenrich tollen unheimlich gern im Schnee herum. Dass ihnen dabei nicht zu kalt wird, verhindern Pullover und Jäckchen. Denn: Auch Hunde können frieren. Fotos: Stefanie Hiekmann
Osnabrück. Ohne dicke Jacke, Mütze, Schal und Handschuhe wagt sich momentan kaum jemand aus dem Haus. Doch die eisigen Temperaturen setzen nicht nur den Menschen zu. Auch Hunde spüren die Kälte und können darunter leiden. Warme Pullover, Jäckchen oder Mäntelchen haben im Winter deshalb durchaus eine Berechtigung, sagt die Osnabrücker Tierärztin Karin Bruchhausen.
Von Stefanie Hiekmann - Vor allem kurzhaarigen Hunden und Hunden ohne Unterfell werde mit der Außenbekleidung bei winterlichen Temperaturen sehr geholfen, betont die Veterinärin.
Vielen Menschen ist das nicht klar. Sehen sie auf der Straße einen kleinen Hund, dick eingepackt in Omas selbst gestrickten Wollpullover, verdrehen sie die Augen und empfinden Mitleid: Wie kann man ein armes Tier nur so " einpacken"? Ist das nicht sinnloser Schnickschnack oder gar Tierquälerei? Weder noch, sagen Fachleute. Denn Hunde haben genauso ein Temperaturempfinden wie Menschen. Und rutschen die Außentemperaturen in den fröstelnden Bereich, können auch die Vierbeiner recht gut ein warmes Mäntelchen vertragen.
Vor allem gelte dies für Hunderassen wie den kleinen, quirligen Jack Russell, für kurzhaarige Windhunde, für Chihuahuas und für südländische Hunderassen, sagt Tierärztin Bruchhausen. Sie empfehle Winterbekleidung außerdem für Hunde, die unter Rückenbeschwerden, wie zum Beispiel die Dackel lähme, leiden. " Diese Hunde haben oft sowieso schon eine verkrampfte Haltung", sagt Bruchhausen. Die Kälte begünstige diese, während Wärme guttue und für Entspannung sorge - ganz so wie beim Menschen.
Die Jacken, Pullover und Mäntelchen, die im Fachhandel je nach Ausführung etwa zwischen 20 und 50 Euro kosten, bedecken vor allem den Rücken der Tiere und werden (zum Beispiel mit einem Klettverschluss) unter dem Bauch befestigt.
Norbert Holt henrich, Inhaber des Zoo-Shops an der Hasestraße, berichtet von einer deutlich angestiegenen Nachfrage nach Winterbekleidung für Hunde. Sein Kollege Henning Spiegel, Geschäftsführer der " Fressnapf"- Märkte im Raum Osnabrück, bestätigt das: Generell sei der Bedarf für Hunde-Außenbekleidung in den vergangenen Wintern gestiegen. " Die Kunden loben, dass ihre Hunde nach dem Gassigehen trocken und nicht so ausgekühlt sind", berichtet Holt henrich. Auch der Dreck, den der Hund in die Wohnung trägt, werde durch den Fellschutz verringert.
Einige Kunden schafften sich neben der Kleidung auch noch Schutzschuhe für ihre Vierbeiner an, um die Pfoten vor Splitt zu schützen, sagt Holt henrich. Davon wiederum ist die Tierärztin nicht ganz so begeistert. Hunde liefen mit Schuhen wesentlich schlechter als ohne, sagt Karin Bruchhausen, " das Gefühl über die Pfoten geht verloren". Das sei anders, als wenn Menschen Schuhe tragen. Sofern keine Pfoten-Verletzungen vorhanden sind, empfiehlt sie, Hunde normalerweise " barfuß" im Schnee herumtollen zu lassen. Nach dem Winterspaziergang sollten die Pfoten dann aber mit lauwarmem Wasser gesäubert und anschließend abgetrocknet werden.
Autor:
Stefanie Hiekmann


Anfang der Liste Ende der Liste