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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Stück Taiga in Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Im Zoo entsteht eine neue Landschaft für Bären und Rentiere
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zwillingsbruder: Ist es Tips, der sich hier aufrichtet, oder Taps? Auf jeden Fall wird ihm das neue Zuhause gefallen.
Osnabrück. Im Zoo Osnabrück entsteht eine Taiga-Landschaft für Bären, Rentiere und Vielfraße. Die Besucher betrachten die Tiere künftig aus der Höhe.

Von Michael Schiffbänker - Die Taiga liegt in nördlichen Gefilden. Sie gilt als die letzte Landschaftsform, in der noch Pflanzen wachsen. Weiter nördlich ist nur noch Eis. Das jedenfalls bringen sie einem in der Schule bei. Jetzt kommt der Zoo Osnabrück und verlegt ein Stück Taiga zwischen das " Tal der grauen Riesen" und das Flamingogehege. Eine " natur identische Landschaft" entsteht dort für 2, 7 Millionen Euro in den kommenden Monaten, verspricht der Zoo. Das heißt: Das neue Gelände sieht aus wie ein 1, 5 Hektar großes Stück Taiga. Und auch die Bewohner des neuen Geheges sind die gleichen wie die in der freien Wildbahn.
Im Moment liegt Schnee über den Baufahrzeugen, die aus dem ehemaligen Bärengehege und der Umgebung die neue Landschaft formen sollen. Eine große Schautafel ist zu lesen. Rentiere, Wisente, Bären und Vielfraße kündigt sie an. Dazu soll es eine " einmalige Besucherführung" geben. Durch die Baumwipfel und durch die Bärenhöhle soll es gehen.
Gestern ging es erst einmal zur Baustelle. Die Zooführung hatte zur Grundsteinlegung und zum Besichtigen des Gebietes geladen. Letzteres fiel jedoch aus. " Das wäre ja heute nur mit dem Schlitten möglich. Also lassen wir es", verkündete Zoopräsident Reinhard Coppenrath.
Dafür erläuterte Zoodirektorin Susanne Klomburg, wie die neue " Erlebnislandschaft" gestaltet sein wird: Rentiere und Wisente werden künftig in einem gemeinsamen Gehege leben. Etwas tiefer wird die neue Heimat der Bärenzwillinge Tips und Taps liegen. Durch einen Wasserlauf sind die beiden Gebiete miteinander verbunden. Selbstverständlich so, dass Tips und Taps keine Chance haben, zum Abendbrot bei Familie Rentier vorbeizuschauen. Für die Besucher, die auf dem zwei bis sechs Meter hoch gelegenen Baumhöhenpfad das Gelände erkunden, sieht es aus, als lebten die Tiere zusammen.
Bis es so weit ist, steht den Baumannschaften aber noch einige Arbeit bevor. Besonders der Abriss der alten Bärenanlage sei mit Schwierigkeiten verbunden, sagte Angelika Mösche vom Architekturbüro Drecker. Es gilt, zunächst einen vier Meter tiefen Graben aufzufüllen und dessen Seitenwände aus 30 Zentimeter tiefen Beton abzureißen.
Gestern war erst einmal der symbolische Grundstein zu legen und eine " Zeitkapsel", gefüllt mit Tageszeitung und Glückspfennig, hineinzulassen. Dabei halfen Coppenrath die Vertreter von Stadt, Sparkasse, Stadtwerken und Umweltstiftung, die den Zoo beim Bau finanziell unterstützen.
Im Sommer soll die Taiga eröffnet werden. Es wäre der Idealfall. Auf der Schautafel ist der Herbst als Eröffnungsdatum vermerkt. Wie lange es tatsächlich dauert, hängt vom Winter ab. Momentan verhindern Schnee und Frost, dass die Osnabrücker Taiga wächst.

Die Taiga-Landschaft
Zum 75. Geburtstag des Zoos Osnabrück soll die neue Taiga-Landschaft fertig sein. Dort werden vor aussichtlich ab Juli 2011 Wisente, Waschbären, Rentiere, Nerze, Silberfüchse, Vielfraße und Bären leben.
Die Besucher beobachten die Tiere von einem 230 Meter langen Baumhöhenpfad, der zwischen zwei und sechs Meter hoch durch die Landschaft führt. Dieser Weg wird drei Meter breit sein, aus Stahl und Holz bestehen und rollstuhlgerecht sein.
Alle sechs Tiergehege sind so umzäunt, dass es in die Landschaft passt. Auch die Dächer der Ställe sind bepflanzt, sodass sie sich in das Erscheinungsbild einfügen.
Der bestehende Wald bleibt erhalten, dazu kommt innerhalb der Gehege eine Bepflanzung, wie sie im nördlichen Europa zu finden ist.

Autor:
Michael Schiffbänker


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