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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Stillstand in der Stadt
 
Schneefall bremst den Verkehr: Fast alle Straßen in Osnabrück verstopft
Zwischenüberschrift:
Schneetreiben sorgt für Verkehrschaos - Stadtwerke stellen Busverkehr ein
Artikel:
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Originaltext:
Plötzlicher Schneefall überraschte die Osnabrücker auf dem Nachhauseweg gestern Abend. Bald ging auf den Straßen am Neumarkt nichts mehr. Fotos: Klaus Lindemann
Osnabrück. Der Winter hat sich in Stadt und Landkreis Osnabrück mit aller Macht zurückgemeldet: Starker Schneefall bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, und die folgende überfrierende Nässe sorgte für Chaos auf den Straßen, lange Staus und viele Unfälle. Die Stadtwerke Osnabrück mussten den Busverkehr einstellen.
Von Benajmin Kraus - " Wir haben anhand der Unfallmeldungen richtig nachvollziehen können, wie das Unwetter von Norden aus in den Landkreis gezogen ist", sagte ein Sprecher der Leitstelle der Polizei Osnabrück gestern Abend unserer Zeitung. Ab etwa 15 Uhr sei es in Bersenbrück losgegangen, später hätten die Unfälle auch die Stadt Osnabrück und den Südkreis erreicht. Bis 20.30 Uhr registrierte die Polizei etwa 80 Crashs in Stadt und Landkreis. Die Dunkelziffer der Zusammenstöße sei jedoch weitaus höher, weil diejenigen, die sich ohne Polizei einigen konnten, von der Leitstelle nicht erfasst wurden. Die gute Nachricht: Es blieb bei den üblichen Rutschunfällen mit Blechschäden. Verletzt wurde niemand.
Quer stehende Lkw durch spiegelglatte Straßen: Die Situation auf den Autobahnen A 1 und A 33 war gestern Abend ebenfalls chaotisch. Die enge, steile Auffahrt von der A 33 zur A 30 am Autobahnkreuz Osnabrück-Süd hat die Polizei gesperrt, weil dort die Lkw nicht mehr hochkamen. " Wir haben versucht, die Räum- und Streufahrzeuge rechzeitig loszuschicken, allerdings sind auch sie nicht durch den stockenden Verkehr gekommen", so der Polizeisprecher.
Nach seinen Angaben habe der Abfluss des Verkehrs auch deshalb so lange gedauert, weil viele Verkehrsteilnehmer einfach in die Kreuzungen eingefahren waren, obwohl sich der Verkehr am Ausgang bereits wieder staute. " Was abfließen hätte können, blieb so weiter stecken", kritisierte er das Phänomen, das in Osnabrück oft beobachtet werden kann.
Das Technische Hilfswerk war mit 24 Kräften allein an der Bremer Straße im Einsatz, um liegen gebliebene Autos flottzumachen. Aber die Hilfskräfte stecken selbst im Stau: Ein THW-Mitglied brauchte vom Arndtplatz bis zur THW-Zentrale an der Carl-Starcke-Straße in Eversburg/ Hafen über zweieinhalb Stunden. Auch die Stadtwerke litten unter dem Verkehrschaos, das das Vorankommen der Winterdienste massiv behinderte.
Sie reagierten auf den Wintereinbruch zunächst mit dem Rückruf aller Gelenkbusse in die Depots. " Bei Glätte und Schneefall könnten sie in der Mitte einknicken", erklärte Sprecherin Katja Diehl diese zügig durchgeführte Maßnahme. Auf abschüssiger Strecke würde das Gewicht des hinteren Teils auf das Vordere drücken, sodass die Ziehharmonika einknicken könnte.
Etwa ab 18 Uhr mussten die Stadtwerke den Busverkehr in Osnabrück und dem nahen Umland nach und nach einstellen. Zunächst traten die Probleme an den Hanglagen auf: Nach Darum, Schledehausen und Rulle fuhr bald kein Bus mehr. Am Nonnenpfad standen gegen 19.30 Uhr sieben verlassene Busse. Die Fahrer hatten sie vor der steilen Steigung abgestellt, die Fahrgäste sind zu Fuß weitergegangen. Im Stadtgebiet ging bald auch nichts mehr: Schnell füllte sich der Neumarkt mit wartenden Fahrgästen.
Gegen 19.15 Uhr trat ein Krisenstab unter der Leitung von Stephan Rolfes, dem Leiter der Verkehrsbetriebe, zusammen. Dieser beschloss die sofortige Einstellung des Verkehrs und beorderte die Busse zurück ins Depot. Wo dies zu gefährlich war, sollten die Fahrer in den Haltebuchten abwarten .

Der Berufsverkehr brach gestern Abend in Osnabrück (Foto) und Teilen Niedersachsens teilweise komplett zusammen. Nach dem heftigen Schneefall ereigneten sich Hunderte von Unfällen mit etlichen Verletzten und zwei Toten in Gifhorn und Wolfenbüttel. In der Stadt Osnabrück wurde der Busverkehr um 19.15 Uhr wegen spiegelglatter Straßen eingestellt. Hier herrschtdas absolute Chaos″, sagte ein Polizeisprecher in Osnabrück, der Individualverkehr ist fast komplett zum Erliegen gekommen.″ Autos stellten sich quer und blockierten auch die Streufahrzeuge. Im Raum Osnabrück zählte die Polizei 80 Unfälle, in Braunschweig waren es 116.
Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Benjamin Kraus


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