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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Wölfe kommen
Zwischenüberschrift:
Tiere und Pflanzen im Klima- und Landschaftswandel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der letzte westfälische Wolf wurde 1835 bei Ascheberg erlegt. Ausgestopft steht er jetzt im LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Aber die Wölfe kehren seit dem Jahr 2000, von Osten kommend, wieder zurück, inzwischen auch nach Nordwestdeutschland. Foto: Bernd Tenbergen
swa Osnabrück. Der Wolf überlegt schon am östlichen Weserufer, ob er nach drüben schwimmen soll. Die chinesische Wollhandkrabbe hat es inzwischen bis in den Verbindungskanal in Nordhorn geschafft. Ist es der Klimawandel, oder hat die Rückkehr alter Arten und die Zuwanderung neuer andere Ursachen? Am Donnerstag, 16. Dezember, 18.30 Uhr, spricht Dr. Bernd Tenbergen vom Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster im Osnabrücker Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU über diese Frage. Besucher können vorher an einer Führung durch die Ausstellung " Klimawerkstatt - Umweltexperimente für Zukunftsforscher" um 17.45 Uhr teilnehmen (Eintritt frei).
Für die Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt kommen mehrere Ursachen in Betracht, sagt Tenbergen. Dass sich zum Beispiel die Douglasie im norddeutschen Wald immer wohler fühlt, die Fichte dagegen auf dem absteigenden Ast ist, wie Forste xperten beobachten, sei sicher auf stetig steigende Jahresdurchschnittstemperaturen zurückzuführen. Aber die Rückkehr des Wolfes oder des Fischotters habe auch mit Veränderungen des Lebensraumes dieser Arten zu tun. Der Wolf zum Beispiel profitiere von den ehemaligen großen Truppenübungsplätzen in den neuen Bundesländern. Hier besiedelt Isegrim menschenleere Reviere, in denen er genug Beute findet und seine Welpen ungestört aufziehen kann.
Manche Vogelart reagiert kurzfristig auf Wetteränderungen. In wärmeren Wintern werden Star oder Feldlerche nicht so sehr vom Reisefieber gepackt wie sonst. Interessant sei es zum Beispiel für Naturinteressierte auch, über mehrere Jahre zu beobachten, wann Hasel, Apfelbäume oder Forsythie zu blühen beginnen.
Einige Veränderungen werden durch mehrere Faktoren gleichzeitig bewirkt. Ein Blick in die Vergangenheit, als die ersten modernen Menschen noch den Mammuts begegneten, zeigt dabei auf, welche Umstände naturbedingt sind und wo wir Menschen den Wandlungsprozess in besonderer Weise beschleunigt und beeinflusst haben. Tenbergen wird am Donnerstagabend im ZUK einen Bogen von der letzten Eiszeit bis heute schlagen und einen Blick in die Zukunft wagen.

Vorbereitet auf Isegrims Rückkehr
Das Land Niedersachsen ist auf die Rückkehr der Wölfe vorbereitet: Mit dem " Niedersächsischen Wolfskonzept " ist der Umgang mit dem streng geschützten Wolf geregelt. Beteiligt waren neben Umwelt- und Landwirtschaftsministerium auch Jäger und Landwirte.
Umweltminister Hans-Heinrich Sander will die Menschen über die wahrscheinliche Zuwanderung von Wölfen nach Niedersachsen informieren und die Akzeptanz bei den verschiedenen betroffenen Interessengruppen und in der Bevölkerung fördern.
Das Wolfskonzept regelt den Schutz von Nutztieren und eventuellen Schadensersatz durch das Land.
Der Wolf galt in Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgestorben .
Aufgrund des hohen Wald- und Wildtierreichtums findet Isegrim in Niedersachsen wieder ideale Lebensbedingungen . Seit 2006 wurden einzelne Wölfe in der Lüneburger Heide, im Wendland und in der Grenzregion zu Hessen im Raum Solling/ Reinhardswald gesichtet.pm

Autor:
swa


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