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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Meister rutscht auf Platz 13 ab
Zwischenüberschrift:
Unternehmer bewerten Osnabrück trotzdem als sehr wirtschaftsfreundlich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Deutscher Meister im Urteil der Unternehmer: Als Osnabrück 2009 Platz 1 im Vergleich der Wirtschaftsstandorte erreichte, nutzten Stadt und Unternehmen den Meistertitel für eine Imagekampagne. Auf dem Bild: Gabriele Simon, Vorsitzende des Vereins für Wirtschaftsförderung, und Oberbürgermeister Boris Pistorius. Foto: Archiv/ Gert Westdörp
Osnabrück. Die Note ist besser, die Platzierung deutlich schlechter: Osnabrück hat den ersten Platz in der Rangliste der wirtschaftsfreundlichsten Städte eingebüßt, obwohl die befragten Unternehmer wieder mit Lob nicht sparten. Doch weil jetzt 100 statt 50 Städte in die Rangliste aufgenommen wurden, rutschte Osnabrück auf Platz 13 ab.
Von Wilfried Hinrichs - Das ist das Ergebnis des siebten wissenschaftlichen Städterankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der " Wirtschaftswoche", das gestern veröffentlicht wurde. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Einkommen, Bruttoinlandsprodukt, Bildungsniveau oder Wirtschaftsfreundlichkeit.
In der Gesamtwertung landet Osnabrück mit 98, 7 Punkten auf Platz 51 unter den 100 einwohnerstärksten kreisfreien Städten - einen Platz vor Bielefeld (98, 6). Oldenburg rangiert auf 43 (100, 7). Münster, laut Studie die " Wohlstandsinsel" in Westfalen, steht auf Platz 18 (111, 4). Sieger in der Gesamtwertung ist Erlangen (128, 3) vor Ingolstadt und Ulm. Erst dann folgt Vorjahressieger München. Schlusslicht ist Gelsenkirchen.
Im Vorjahr - als nur die 50 größten Städte untersucht wurden - erreichte Osnabrück Rang 16 (2008: Platz 14) . Doch Vorsicht: " Die Methode hat sich geändert, ein Vergleich mit den Vorjahren ist nicht möglich", sagt Michael Bahrke, Sprecher der IW Consult der Uni Bonn, die die Studie durchgeführt hat.
Das Ergebnis für jede Stadt setzt sich aus den aktuellen Daten (Niveau-Ranking) sowie den Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2009 (Dynamikranking) zusammen. Beim Niveau-Ranking kommt Osnabrück mit 50, 1 Punkten auf Platz 52 und beim Dynamikranking mit 48, 6 Punkten auf Platz 61.
Im Vorjahr durfte Osnabrück auf ein Detailergebnis besonders stolz sein: Die Friedensstadt galt bei den Unternehmern als die wirtschaftsfreundlichste in Deutschland. 68 Prozent von 2000 befragten Unternehmern gaben Osnabrück die Bestnote. In diesem Jahr stieg der Wert sogar noch auf 69, 7 Prozent. Der Durchschnitt liegt bei 61, 7 Prozent Positivantworten. Dass es trotzdem nur zu Platz 13 reichte, liegt eben daran, dass jetzt auch kleinere Städte einbezogen wurden.
Das Votum der Wirtschaft rundet die zahlenlastige Städterangliste mit subjektiven Einschätzungen der Unternehmer ab. Viele Dinge, die die Leistung einer Stadt ausmachen, lassen sich nicht messen und in Zahlen darstellen. Die IW Consult befragte im Auftrag der " Wirtschaftswoche" daher die Firmenchefs, wie wirtschaftsnah und flexibel die Behörden vor Ort auf Bedürfnisse der Firmen reagieren, wie sie die Kulturangebote, die Qualität der Schulen oder Verkehrsinfrastruktur beurteilen und das Image und Kostenbewusstsein ihrer Kommune einschätzen.

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die das Städteranking gemeinsam mit der " Wirtschaftswoche" ermittelt hat, wurde im Jahr 2000 gegründet. Initiator und größter Geldgeber ist der
Arbeitgeberverband Gesamt-
metall . Die INSM
wird außerdem von weiteren arbeitgebernahen Organisationen unterstützt. Darüber hinaus setzen sich Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft als Botschafter oder Berater für die Initiative ein, darunter der frühere Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer , der zur CDU gewechselte Ex-Grünen-Politiker Oswald Metzger , der Osnabrücker FDP-Bundestagsabgeordnete Carl-Ludwig Thiele , der langjährige Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) und Jenoptik-Chef Lothar Späth . Die INSM verfolgt das Ziel, marktwirtschaftliche Reformen voranzutreiben. Unter anderem fordert sie Bürokratieabbau, Steuersenkungen und das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe in der Sozialpolitik. Gewerkschaften und Globalisierungskritiker bewerten die Ansätze der INSM als " neo liberal" und " unsozial". ack

Autor:
Wilfried Hinrichs


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