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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hinter dicken Festungsmauern
Zwischenüberschrift:
Simon öffnet das Türchen zur Vitischanze
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
In der Vitischanze zeigt Joseph Kaiser im Nachtwächter kostüm Simon Köhler die höhlenartigen Festungsgänge und die Schießscharten in den Kasematten. Foto: Thomas Osterfeld
Osnabrück. " Die Geschichte von Osnabrück hat mich schon immer interessiert", erzählte der achtjährige Simon Köhler. Im Rahmen der " Adventstürchenaktion" der Neuen OZ durfte er einen Rundgang durch historische Bauwerke Osnabrücks, die sonst für dieÖffentlichkeit verschlossen sind, unter der kundigen Führung von Joseph Kaiser erleben.
Von Felizitas Körner - An der Vitischanze trafen Simon und seine Mutter Petra auf den mit einem altertümlichen Nachtwächterkostüm und kleinen Laternen ausgestatteten Stadtführer, der tagsüber als Lehrer an der Hauptschule Innenstadt arbeitet.
Zunächst ging es für den interessierten Drittklässler aus der Kreuzschule in den Tunnel " die hohe Brücke", der sich in der heutigen Haarlemer Brücke befindet. Der Tunnel wurde im 30-jährigen Krieg von den Osnabrückern dazu genutzt, um von der Innenstadt sicher bis vor die Stadtmauern gelangen zu können, um Munition zu transportieren oder ihre Verletzten zu bergen.
Besonders rätselhaft erschien dem Jungen, warum die Schießscharten nahe dem Boden und nicht auf Mannshöhe, zum bequemeren Schießen, gebaut wurden.
Die Antwort? Ganz einfach, findet Joseph Kaiser, und erklärt, dass die Kugel wieder aus dem Lauf rollt, wenn die Gewehrläufe nicht von unten nach oben geneigt werden.
" So schlau waren die Baumeister damals, dass sie dieses Problem erkannten und berücksichtigten", erklärt er dem Jungen.
Anschließend besuchte Simon mit seinem Stadtführer den Bürgergehorsam. Der Bürgergehorsam ist der jüngste der großen Wehrtürme in der Stadt Osnabrück. Gebaut wurde er zwischen 1517 und 1519 und diente unter anderem als Gefängnis für aufsässige Bürger.
Autor:
Felizitas Körner


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