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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Appell von Juden und Muslimen
Zwischenüberschrift:
Rat soll Grundschule zustimmen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
pm Osnabrück. Muslime und Juden in Osnabrück bitten den Stadtrat, am Dienstag der vom katholischen Bistum Osnabrück vorgeschlagenen Grundschule für Christen, Juden und Muslime zuzustimmen.
Das Bistum will zusammen mit jüdischer Gemeinde und Muslimen am Standort der Johannisschule eine private Grundschule mit religiöser Prägung in Trägerschaft der Schulstiftung des Bistums einrichten. Der Schulausschuss hatte sich zwar mit dem Thema befasst, aber keine Empfehlung abgegeben. Nun muss der Stadtrat am Dienstag entscheiden. Die Stadtverwaltung hatte dem Schulausschuss vorgeschlagen, das Projekt aus finanziellen Gründen abzulehnen. Wie der Rat entscheiden wird, ist derzeit noch unklar.
In der aktuellen Ausgabe des Kirchenboten, der Wochenzeitung für das Bistum Osnabrück, fordern Vertreter von jüdischer Gemeinde und muslimischen Gemeinden den Rat auf, dem Projekt zuzustimmen. Michael Grünberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, macht im Gespräch mit dem Kirchenboten deutlich, dass die Juden ein Recht auf eine Wiederöffnung der Schule haben, die die Nationalsozialisten 1938 geschlossen hatten. " Wir sind aber eine verschwindend kleine Gruppe und können das nicht allein auf die Beine stellen", so Grünberg. Außerdem sei es nicht sinnvoll, die jüdischen Kinder separat zu unterrichten: " Mit der Schule der drei Religionen haben wir die Möglichkeit, dass Christen, Juden und Moslems mehr voneinander erfahren, dass die Kinder den jeweils anderen Glauben kennenlernen und ihn respektieren." Grünberg verweist auf die Einrichtung einer jüdischen Gruppe im katholischen St.-Barbara-Kindergarten: " Das ist nur der erste Schritt", sagt er. " Die Schule ist dann die Fortsetzung. Für uns gibt es keine Alternative."
Abdul-Jalil Zeitun, stellvertretender Vorsitzender der Schura Niedersachsen (Landesverband der Muslime) und Vorsitzender der Osnabrücker Moschee-Gemeinde Zentrum für Begegnung, Erziehung und Kultur, erhofft sich von der gemeinsamen Schule einen Fortschritt bei der Integration: " Wenn wir nur darüber reden, kommen wir nicht weiter", sagt Abdul-Jalil Zeitun. " Der Rat sollte unbedingt zustimmen. Dieses Projekt kann gar nicht schiefgehen."
Autor:
pm


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