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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Recyclingcenter trägt zur Klimaentlastung bei
Zwischenüberschrift:
Gutachten zur Energieeffizienz der Müllbehandlungsanlage am Osnabrücker Hafen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
48.00096 Prozent des Energieinhalts der in der Herhof-Anlage am Fürstenauer Weg verarbeiteten Restmüllmenge aus der Region werden der Verwertung zugeführt. Archivfoto: Westdörp
we Osnabrück. " Wir bräuchten ganz viele Biogasanlagen und Solardächer in der Region, um dieses positive Ergebnis klimawirksamer CO2-Einsparungen in einer jährlichen Größenordnung von rund 45 000 Tonnen zu erreichen", lobte der Erste Kreisrat Reinhold Kassing das Ergebnis eines Energieeffizienzgutachtens zum Herhof Recyclingcenter am Fürstenauer Weg in Osnabrück. Rund 85 000 Tonnen Restmüll aus Landkreis und Stadt werden hier seit Februar 2006 zu Trockenstabilat verwertet, das als Ersatz für fossile Energieträger zum Beispiel in Zementwerken zum Einsatz kommt.
Für Kassing steht fest: " Hier stimmt die Balance zwischen Ökonomie und Ökologie." Eindeutige Aussage des beim Ingenieurbüro für Abfallwirtschaft und Energietechnik (iba) in Hannover in Auftrag gegebenen Gutachtens: Die Müllbehandlungslage trägt zur Klimaentlastung bei und verzeichnet dabei für 2009 im Vergleich zu Müllverbrennungsanlagen und anderen Müllbehandlungsstandorten den " aktuellen Spitzenwert". Dr. Ketel Ketelsen, der die Ergebnisse am Donnerstag vorstellte: " Durch das mechanisch-biologische Behandlungsverfahren werden in Osnabrück aus dem Restmüll der Region jährlich rund 48 000 Tonnen Stabilat gewonnen. Das entspricht einer Energiemenge von etwa 61 Millionen Kilowattstunden elektrischer und ungefähr 6, 5 Millionen Kilowattstunden thermischer Energie pro Jahr." Bezogen auf den Strombedarf eines vierköpfigen Haushalts mit einem durchschnittlichen Verbrauch von jährlich 4000 Kilowattstunden, ließen sich damit rund 15 000 Haushalte versorgen.
Neben der Stabilat-Herstellung werden durch die Sortierung weiter ungefähr 5000 Tonnen Mineralstoffe sowie rund 3500 Tonnen Eisen- und Nichteisenmetalle wie zum Beispiel Aluminium oder Kupfer separiert und dem Recycling zugeführt. Ketelsen: " Damit führt die Anlage 96 Prozent des Energieinhalts im Abfall der Verwertung zu."
Für die Stadt Osnabrück machte der Erste Stadtrat Horst Baier zum Gutachtenergebnis deutlich: " Das ist ein positiver Beitrag zur CO2-Bilanz." Überhaupt sei erfreulich, dass die Anlage so gut wie keine Umweltbelastungen verursache, und ein " sauberer Betrieb" zu verzeichnen sei. Wie Kassing und Christian Niehaves, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH (Awigo), fand er nur positive Worte zur Zusammenarbeit mit dem Herhof Recyclingcenter Osnabrück, das zur griechischen Helector-Gruppe gehört: " Das läuft alles reibungslos."
Der Vertrag für die Restmüllmenge aus Stadt und Landkreis läuft bis 2022. Bundesweit gibt es rund 50 mechanisch-biologische Behandlungsanlagen.

Autor:
we


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