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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Montagsdemo gegen Atomkraft
Zwischenüberschrift:
Protestzug startete vor CDU-Büro
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit Masken, Fackeln, Trillerpfeifen und Transparenten zogen gestern Abend etwa 50 Atomkraftgegner durch die Altstadt. Es war die erste Demo der neuen " Anti-Atom-Gruppe Osnabrück". Foto: Klaus Lindemann
Mit Masken, Fackeln, Trillerpfeifen und Transparenten zogen gestern Abend etwa 50 Atomkraftgegner durch die Altstadt. Es war die erste Demo der neuen " Anti-Atom-Gruppe Osnabrück". Foto: Klaus Lindemann
hin Osnabrück. Die neu gegründete " Anti-Atom-Gruppe Osnabrück" hat gestern Abend mit einem Protestspaziergang durch die Stadt ein erstes Lebenszeichen von sich gegeben. Etwa 50 Demonstranten zogen vor der CDU-Geschäftsstelle an der Rolandsmauer auf und von dort durch die Altstadt und die Große Straße zum Jürgensort.
Die Gruppe ist aus der großen Castor-Demo in Gorleben hervorgegangen, wie Mitgründer Eberhard Heise von der Klimaallianz sagte: " Viele sagten, es muss jetzt irgendwie weitergehen." Weitergehen soll es möglicherweise mit regelmäßigen Montagsdemonstrationen. Heise: " Wir wollen keine Versprechungen machen, wir werden sehen, was sich so entwickelt." Für das nächste Jahr gebe es aber schon " jede Menge Ideen für weitere Aktivitäten", ergänzte Mitinitiator Stefan Wilker. Mit dem Auftakt gestern Abend waren Heise und Wilker " sehr zufrieden".
Heise wertete es als " Riesenerfolg der Anti-Atom-Bewegung", dass Umweltminister Norbert Röttgen den Transport von Atommüll aus dem Zwischenlager Ahaus in die Wiederaufbereitungsanlage Majak in Russland stoppte. Die 951 Brennelemente, die ursprünglich aus einem DDR-Forschungsreaktor stammen, sollen in Ahaus bleiben.
In vielen Städten entstünden zurzeit Anti-Atom-Bewegungen, sagte Wilker. Auch nach dem Beschluss des Bundestages zur Laufzeitverlängerung hätten die Atomkraftgegner keineswegs resigniert. " Die großen Demonstrationen in diesem Jahr haben Mut gemacht. Wenn der öffentliche Druck nicht nachlässt, können die Entscheidungen von CDU und FDP auch wieder rückgängig gemacht werden", sagte Wilker.
An der Spitze der Demonstranten ging gestern ein verkleideter Nikolaus. Einige Teilnehmer trugen Gasmasken, andere Masken von Angela Merkel oder Norbert Röttgen und nachgemachte Schutzkleidung. Der Startpunkt war gezielt vor die CDU-Geschäftsstelle gelegt worden - doch da war um 19 Uhr niemand mehr.

Autor:
hin


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