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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Daraus soll die Schokolade werden?"
Zwischenüberschrift:
Flüchtlingskinder zu Gast im Botanischen Garten - Staunen über den Kakaobaum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auf Entdeckungsreise im Botanischen Garten. Foto: privat
pm Osnabrück. Im Botanischen Garten der Universität Osnabrück wurde es international: Kinder aus der Außenstelle Bramsche der Zentralen Aufnahme- und Ausländerbehörde (ZAAB) waren am vergangenen Samstag zu einer Veranstaltung ins Regenwaldhaus eingeladen. " So große Bäume habe ich ja noch nie gesehen", staunte die zehnjährige Anita aus dem Kosovo. Gleich daneben begeisterte sich Kenan aus Albanien für die Kokosnuss, die im Kreis herumgereicht und kräftig geschüttelt wurde. " Da ist Kokosmilch drin. Die schmeckt total lecker", weiß er aus eigener Erfahrung. Anita, Kenan und weitere 15 Kinder waren der Einladung der Grünen Schule im Botanischen Garten gefolgt, um einen unbeschwerten Nachmittag zu erleben. Der Alltag dieser Kinder ist sonst von beengten Verhältnissen im Lager, wie die Kinder ihre Unterkunft selbst bezeichnen, und der Ungewissheit über die familiäre Zukunft geprägt, denn letztlich warten sie auf ihre Abschiebung.
Im Botanischen Garten konnten sie während einer Führung durch die Pflanzenwelt auf Entdeckungsreise in viele verschiedene Länder gehen. Großes Staunen herrschte, als der Kakaobaum aus Südamerika mit seinen großen gelben Früchten und den kleinen braunen Samen in den Mittelpunkt rückte. " Daraus soll die Schokolade werden, die ich so gerne esse?" fragte Ogur aus der Türkei. Um ihm das zu beweisen, ging es jetzt ans praktische Tun. Die Zutaten wurden benannt, große Rührschüsseln kamen auf den Tisch, und eine herrlich schmeckende Schokolade wurde produziert. Über alle Nationalitäten hinweg waren sich die Kinder einig: Schokolade ist lecker. Diesen Genuss verdankten die Kinder der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die sich für benachteiligte Kinder starkmacht und die Finanzierung dieser Veranstaltung übernahm. Zustande kam der Termin aufgrund einer Anfrage des in der Migrations- und Integrationsberatung aktiven Vereins Exil, der sich in Hesepe vielfältig engagiert. " Wir sind bemüht, den Kindern auch Erlebnisse außerhalb des Lagers zu ermöglichen", erklärt Hannelore Neumann als Mitglied des Vereins, " die Kinder brauchen diese Angebote dringend." Unterstützt wird sie dabei von Studierenden, die die Kinder in Bramsche-Hesepe wöchentlich begleiten und auch zu dieser Veranstaltung mitgekommen sind. Komplettiert wurde das Team von Mitarbeiterinnen der Grünen Schule um Claudia Grabowski-Hüsing, die als Leiterin der Einrichtung die Fäden im Hintergrund geknüpft hatte.
Autor:
pm


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