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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vollgestopft für den Profit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:

Wie in einer Sardinendose: Manchmal fährt der Bus an einer Haltestelle einfach durch.Foto: Hermann Pentermann

" Das Problem überfüllter Schulbusse ist kein neues. Ich selbst habe als Schülerin die Erfahrung gemacht, dass es nichts Besonderes war, auf der untersten Einstiegsstufe der vorderen Treppe des Busses stehen zu müssen auf dem Weg von Bad Rothenfelde nach Dissen. Nur: 30 Jahre später, wo sich die Sicherheitsmaßnahmen weiterentwickelt haben (Anschnallpflicht, Schülerlotsen, Helme beim Fahrradfahren und Skifahren, Airbags, TÜV-geprüfte Kindersitze und vieles mehr), sollten solche oder ähnliche Zustände der Vergangenheit angehören. In Schulbussen gibt es keine Anschnallpflicht, und aus reiner Wirtschaftlichkeit werden diese Busse ordentlich vollgestopft (mit unseren Kindern!). Ich frage mich, ob keine anderen Möglichkeiten bestehen. Wenn es nicht genug Reservebusse gibt, müsste doch eigentlich dafür gesorgt werden, dass das geändert wird. In vielen Bereichen macht die Sicherheit Fortschritte, nur bei der Schülerbeförderung nicht. Erst wenn dann so etwas passiert wie der Unfall in Glandorf, macht man sich wieder Gedanken über das tägliche Problem der Sicherheit in Schulbussen. Dabei sollte unseren Kindern doch die Möglichkeit gegeben werden, sicher zur Schule zu kommen. Wenn man morgens am Gymnasium Bad Iburg die ankommenden Busse beobachtet, sieht man, dass sehr viele Schüler stehen müssen, und das Wasser läuft von innen an den Scheiben hinunter. Kein Wunder, dass einige von ihnen schon vor Schulbeginn ? fertig? sind. Wenn der Busfahrer plötzlich bremsen muss, können sich viele Schüler (vor allem die kleineren) gar nicht richtig festhalten und werden durch den Bus geschleudert, was auch schon zu Verletzungen geführt hat. Für unseren 16-jährigen Sohn zahlen wir monatlich 36 Euro? für die Monatskarte (da er in der Oberstufe ist, müssen wir die Karte selbst bezahlen), unser 11-jähriger Sohn hat seine Busfahrkarte frei. Ich wäre aber gerne bereit, jeden Monat zehn Euro für die jetzt ? freie? Busfahrkarte zu bezahlen, wenn ich die Garantie hätte, dass mein Sohn dafür einen Sitzplatz bekäme. Ich hoffe, dass die Zustände der überfüllten Busse bald endlich der Vergangenheit angehören werden, es geht schließlich um unsere Kinder!"
Luise Rüter
Hilter a. T. W.
" Endlich ist mal eine halbe Zeitungsseite der Problematik im Schulbusverkehr in Osnabrück gewidmet. Ich kann dem Zeitungsbericht voll und ganz zustimmen, da ich selber Schüler in der 8. Klasse bin und auch täglich zum Gymnasium , In der Wüste? fahre. Ebenfalls nutze ich die Buslinie (4) 91, steige jedoch bereits in Gaste ein. Schon dort sind die Busse voll. Wenn wir dann an der Sandgrube sind, kann keiner mehr rein und keiner mehr raus, und der Bus muss warten, da die Türen nicht mehr zugehen. Zu bedenken ist aber, dass bereits drei andere Busse vorher gefahren sind. Es wäre wirklich mal zu überlegen, ob der Takt auch schon in Hasbergen erweitert wird oder noch mehr Busse eingesetzt werden. Falls dadurch die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist, gäbe es ja die Möglichkeit, den PlusBus einzusetzen. Schließlich wurde er gekauft, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, wobei jedoch mehr Passagiere transportiert werden können. Das führt auch dazu, dass keine Busse mehr an den Haltestellen vorbeifahren, worüber sich die Passagiere freuen würden, die an den Haltestellen einsteigen, wo die Busse derzeit völlig überfüllt sind. Dabei ist ebenfalls zu beachten, dass wir Schüler uns einerseits mit dem Platz wohlfühlen und nicht verärgert in die Schule kämen und andererseits, dass wir uns nicht die Spekulationen von verschiedensten Mitfahrern anhören müssten, warum denn nach vier Bussen immer noch so viele Schüler im Bus seien. Eine Erweiterung des Taktes wäre in jedem Falle eine gute Möglichkeit."
Marek Stumpe
Hasbergen
" Selten hat mich ein Foto derart erschüttert und wütend gemacht wie das des kleinen Johannes Blum, wie er da in der geöffneten Tür eines Busses steht und sich krampfhaft an einem Griff festhält. Seine Füße stehen auf der Ausstiegsleiste der Bustür, mehr Platz ist für diesen kleinen Jungen nicht vorhanden. Im weiteren Verlauf des Artikels lese ich, dass es sich um einen Bus der Linie 91 handelt, betrieben von der Weser-Ems-Bus GmbH. Da dieser Bus bis zum Eintreffen auf dem Neumarkt unterwegs schon viele Schüler, etwa aus dem Landkreis, aufgenommen hat, ist es doch überhaupt kein Wunder, dass der Bus bereits am Neumarkt überfüllt ist und somit kaum noch weitere Schüler aufnehmen kann. Erschütternd ist auch, dass dieser Knirps, wenn erüberhaupt das kaum zu fassende Glück hatte, den Bus zu entern, dann von den Schülern des Gymnasiums , In der Wüste? - seiner vorletzten Station - von seinem Stehplatz an der Bustür regelrecht aus dem Bus gestoßen wird, damit die Schüler des Gymnasiums aussteigen können, er aber noch eine Station weiterfahren muss, um seine Schule, die Grundschule , In der der Wüste?, zu erreichen. Und wenn dann der Busfahrer die Tür vor der Nase dieses bedauernswerten Kindes schließt, muss der arme Kerl die letzte Strecke rennen, um seine Schule zu erreichen. Und so was bezeichnet Ihr Redakteur Herr Lahmann-Lammert als ganz normales Chaos vor der Schule... An diesem Fall ist gar nichts normal! [...]"
Jürgen Boerma
Osnabrück
" Es ist erschreckend, mit welcher Überwindung sich unsere Kinder jeden Morgen in überfüllte Schulbusse quetschen müssen. Es sind davon nicht nur Busse der Linie 91 betroffen, die viel zu viele Kinder und Jugendliche zu den Schulen befördern müssen, sondern auch die Einsatzbusse, die an der Weberstraße halten, um Schüler zum Schulzentrum Sonnenhügel zu bringen. Auch hier fährt der Bus häufig durch, weil er voll besetzt ist. Es ist unsicher, ob danach noch ein zweiter Bus kommt, oder ob die Kinder zu Fuß gehen müssen. Diese Unsicherheit kann weder den Kindern noch den Eltern zugemutet werden, die sich insbesondere bei schlechten Wetterbedingungen auf die ordnungsmäßige Schülerbeförderung verlassen müssen. Diese ? chaotischen? Verhältnisse führen nach meiner Beobachtung dazu, dass Eltern ihre Kinder wieder mit dem eigenen Pkw zur Schule bringen, was wiederum zu chaotischen Verkehrsverhältnissen vor den Schulen führt. Die dadurch verursachte Umweltbelastung wird widerspruchslos hingenommen, von dem Zeitaufwand ganz zu schweigen. Gänzlich unverständlich ist die Ausrede der Sprecherin der Stadtwerke, die Schüler seien selbst an der Misere schuld, weil sie sich im Bus vorne drängelten, obwohl hinten noch Platz sei. Der Pressesprecherin empfehle ich, die Busfahrten mal über einen Zeitraum von einer Woche zu begleiten! Dazu nehmen die Busfahrer entgegen den Bestimmungen in Kauf, dass sich Kinder im Eingangsbereich der Busse aufhalten. [...]"
Christiane Kieffer
Osnabrück
" Dem Artikel über das alltägliche Chaos in der Linie 92 können wir nur zustimmen! Wir fahren selbst jeden Morgen zum Gymnasium ? In der Wüste?, und tatsächlich ist der Bus völlig überfüllt! Jüngere Kinder werden unsanft gegen Scheiben gedrückt, mehrmals schon ist einer aus dem Bus gefallen! Wenn man am Neumarkt einsteigt, wird man oft von dem Busfahrer aufgefordert, den nächsten Bus zu nehmen, der auch viel zu voll ist. Außerdem kommt man dann zu spät zur Schule. Ständig kommen Durchsagen wie ? Bitte weiter durchgehen?, was dann leider gar nicht mehr möglich ist! Einige Fahrgäste beschweren sich auch noch, wenn man sie aus Versehen im Gedränge anrempelt. Außerdem weigern sich ältere Schüler ständig, so weit wie möglich Platz zu machen, damit alle in den Bus passen. (Wenn man sie dazu auffordert, reagieren sie meist gar nicht.) Wir wundern uns immer wieder, warum von den Stadtwerken keine langen Gelenkbusse eingesetzt werden. In dem Artikel ? Das ganz normale Chaos vor der Schule? wurde genannt, dass Johannes jeden Morgen hofft, dass er unbeschadet in der Schule ankommt. Und da ist er nicht der Einzige! Nur darüber nachzudenken, ob sich etwas ändern lässt, nützt nichts! Es muss endlich was passieren, damit wir uns morgens wieder auf die Schule freuen!"
Lisa Wolf
Tobias Meyer
Martin und Friederike
Schlingensiepen
Gymnasium " In der
Wüste" Osnabrück
Autor:
Luise Rüter, Marek Stumpe, Jürgen Boerma, Christiane Kieffer, Lisa Wolf, Tobias Meyer, Martin und Friederike Schlingensiepen


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