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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Löwen lieben ihre Bodenheizung
Zwischenüberschrift:
Frostige Temperaturen im Zoo
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wer hat Lust, mit mir einen Schneelöwen zu bauen?
Osnabrück. Minus acht Grad. Wer geht da schon gerne raus? Während viele Menschen angesichts des Wintereinbruchs auf das kuschelige Sofa flüchten, fühlen sich manche Tiere des Osnabrücker Zoos jetzt erst richtig wohl. Polarfuchs oder Rentieren können die Tiefsttemperaturen nichts anhaben. Und auch Löwen oder Elefanten trauen sich in diesen Tagen gelegentlich in ihr Außengehege.
Von Heike Dierks (Text) - Dirk Wieferich hat das Tor geöffnet, die drei afrikanischen Elefanten scheinen nicht übermäßig begeistert über die Aussicht auf ein Freiluftvergnügen. Sie halten sich lieber noch ein Momentchen unter den Heizstrahlern im Haus auf. Dann reckt ein Dickhäuter vorsichtig den Rüssel in die Kälte und spaziert nach fünf Minuten doch ins Außengehege. Die anderen beiden folgen gemächlich. " Das ist der Herdentrieb", sagt der Pfleger und fügt an: " Die Elefanten sind jetzt eigentlich lieber drinnen, aber sie können problemlos zwei Stunden draußen verbringen."
Zu den Tieren, die wärmere Temperaturen gewohnt sind, aber der Kälte gegenüber eine gewisse Toleranz aufbringen, gehören auch die Löwen. " Sie sollen etwas frische Luft schnappen und sich bewegen", meint Pfleger Thorsten Vaupel. Die Löwen kommen der Aufforderung nach, liegen allerdings überwiegend faul in der Ecke. Besonders beliebt ist der Stein mit integrierter Fußbodenheizung. So lässt es sich aushalten. Als die Zoomitarbeiter mit den Leuten von der Zeitung an die Scheibe treten, bricht bei einigen Tieren Betriebsamkeit aus: Zwei Löwen bauen sich imposant auf und kratzen an den Scheiben. " Sie wollen spielen", erklärt Vaupel das Verhalten. So, so, denkt der Laie skeptisch.
Weiter geht es beim winterlichen Zoorundgang zu Trampeltieren, Polarfuchs und Wölfen. Die Arten seien kälteunempfindlich, erklärt Expertin Tanja Boss. Sie haben sich ein Winterfell zugelegt oder eine dicke Speckschicht angefressen. Entsprechend gleichgültig reagieren sie aufs Wetter, dösen auf einer frostigen Baumwurzel wie der Polarfuchs im schicken, weißen Wintermantel oder nagen am Gehölz wie die Trampeltiere. " Die Temperaturen sind für sie angenehm", sagt Boss. Das gilt auch für die Rentiere, die entspannt in der verschneiten Gegend liegen.
Andere Tiere wie Affen und Schildkröten haben der Kälte nichts entgegenzusetzen. " Aber kein Tier ist erkältet", meldet Dr. Ute Magiera. Die Heizungen in Tropenhalle und Terrarium laufen Tag und Nacht. Das frisst Energie. Damit die Kosten nicht explodieren, hat der Zoo moderne Heizsysteme installiert, Wände und Decken gedämmt. Dazu gibt es eine Internetinfo: www.energiesparen-im-zoo.de.

Autor:
Heike Dierks


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