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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Landkreis startet Klimaoffensive
Zwischenüberschrift:
Ehrgeiziges Ziel: Bis 2050 Strom und Wärme nur noch aus Wind- und Sonnenkraft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Politisch gewollt, technisch möglich und auf Dauer gewinnbringend: In spätestens 40 Jahren soll der Energiebedarf im Landkreis Osnabrück komplett durch Windräder, Biogas, Erdwärme und Solaranlagen gedeckt sein.
Von Stefan Buchholz - Das sieht die Klimaschutzinitiative vor, die von der Kreisverwaltung am Schölerberg jetzt vorgestellt wurde. Externe Profis arbeiteten dem Landkreis bei der Aufstellung des vom Bund mit 240 000 Euro finanzierten Klimakonzeptes zu. Das Osnabrücker Entwicklungsbüro Graw kam mithilfe von Computersimulationen zum Schluss: Technisch könnte der gesamte Strombedarf des Landkreises im Jahr 2030 durch erneuerbare Energieerzeuger produziert werden. Bei der regenerativen Wärmegewinnung sei das Ziel bis 2050 zu erreichen. Dafür müsste der Energiebedarf umfassend gesenkt werden und ein regionaler Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung erfolgen. Das größte Umsetzungspotenzial im Landkreis liegt den Experten zufolge im Bereich Windrad und Erdwärme.
Große Wertschöpfung
Ökonomisch rechne sich die allmähliche Umstellung auf die " grünen" Energieträger, wie der Kasseler Verein " Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien" (deENet) vorrechnete. Bis 2020 prognostizierte deENet " Wertschöpfungseffekte von jetzt 85 auf 240 Millionen Euro sowie 2000 neue Arbeitsplätze".
Das Klimakonzept sei ein regionaler Beitrag zur Verbesserung der Kohlendioxid-Bilanz, sagte Kreisrat Winfried Wilkens. Forst- und Landwirte, Handwerker und Bürger interessierten sich für regenerative Energieträger. Neben dem Engagement " müssten während des Umstellungsprozesses auch wirtschaftliche Anreize gesetzt werden", meinte Wilkens. Auch politisch ist das Klimakonzept gewollt. Alle Kreistagsfraktionen entwickelten einen gemeinsamen Antrag, den sie am 20. Dezember verabschieden wollen. Von diesem 15-Punkte-Beschluss wollen die Verantwortlichen laut Wilkens in den kommenden drei Jahren folgende Aufgaben vorrangig umsetzen: Fotovoltaik-Anlagen auf kreiseigenen Dächern und Parkplätzen sowie die Entwicklung einer Windkraft-Strategie mit Gemeinden und potenziell Betroffenen. Ebenfalls mit den Gemeinden möchte die Kreisverwaltung ein Konzept für Biogasanlagen und rechtliche Möglichkeiten der Raumplanung ausloten.
Spätestens zum Frühsommer soll die Stelle eines Klimamanagers beim Landkreis besetzt werden, dessen Gehalt Bund und Kreis finanzieren. Seine Stellenbeschreibung wird die Planung und Koordination der Maßnahmen vor Ort sowie die Entwicklung eines Beratungskonzeptes beinhalten.
Autor:
Stefan Buchholz


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