User Online: 1 | Timeout: 16:43Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Salzstreuer für einen Tag
Zwischenüberschrift:
Matthias Käter öffnet erstes Türchen im Adventskalender der Neuen OZ
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Berge von Salz: Matthias Käter nimmt ein wenig Streugut auf die Schippe.Foto: Klaus Lindemann
Osnabrück. Heute startet der Adventskalender der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das erste Türchen war gleich ein ganzes Rolltor. Geöffnet hat es Matthias Käter. Es wurde eine salzige Angelegenheit.
Von Michael Schiffbänker - Einmal den Bauhof der Stadt besichtigen, einmal die großen Maschinen sehen - und vielleicht sogar einmal auf dem Radlader sitzen, das hat sich Matthias Käter gewünscht. Als sich die Tür des Servicebetriebs Osnabrück für ihnöffnete, stand Matthias vor einem Berg.
Schon vorher hatte Matthias genau gerechnet. " 40 000-mal pass ich in den Haufen rein", sagte Matthias, als er neben Bauhof-Mitarbeiter Uwe Neuber auf das Salzlager zulief. 1200 Tonnen sollen darin lagern, hatte der Achtjährige gelesen und zusammen mit seiner Mutter ausgerechnet, wie viel größer so ein Berg als er, der 30 Kilogramm schwere Knirps, sein müsste.
Dann ging das Tor auf und mit ihm der Mund des Jungen. Es ist eine Sache, sich auszurechnen, wie viel 1200 Tonnen Salz sind. Eine andere ist es, davor zu stehen und hochzuschauen. Matthias konnte nicht anders. Er lief los, schnappte sich mit spitzen Fingern ein paar Salzkörner und zerrieb sie. " Schmutzig", lautete sein Urteil. Aber noch bevor er seine Analyse vertiefen konnte, winkte ihn Neuber schon in den Radlader, und die Salzanalyse war vergessen. Auf Neubers Schoß steuerte Matthias den Radlader im Schritttempo rückwärts und dann vorwärts in den Berg, dass die Schaufel nur so knirschte.
Von da an war von Matthias nichts mehr zu hören. Nur die viel zu große Warnweste und sein Dauergrinsen waren zu sehen, während er vom Radlader zum Streu-Unimog und dann zum neuen Lkw des Bauhofs düste. " Ich hab einen Enkel, bei dem ist das ähnlich: Einmal die Radladerschaufel bedienen, und wenn es dann blinkt und piept und schaukelt, ist es um die Jungen geschehen", sagte Neuber und schmunzelte.
Matthias jedenfalls ist nach den Touren mit den Riesenwagen ein echter Experte: Er erzählt fachkundig, wie die Bürste runterfährt und der Streusalzteller eingesetzt wird. Nur eines kann er nicht beantworten: " Ich weiß gar nicht, ob mir der Lkw oder der Radlader jetzt besser gefällt."
Eine neue Rechenhausaufgabe hat Matthias auch mitgenommen. Neuber berichtigte, dass derzeit nicht 1200, sondern 1400 Tonnen Salz im Bauhof lagern. Matthias darf nun zu Hause also noch mal neu rechnen, wie oft er da hineinpasst.
Autor:
Michael Schiffbänker


Anfang der Liste Ende der Liste