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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Stadt schlägt zu: Das wird alles teurer
Zwischenüberschrift:
Kräftige Gebührenerhöhung zum 1. Januar 2011 - Winterdienst hat ein Loch in die Kasse gerissen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
m stärksten. Fotos: Hehmann, Westdörp, Lewandowski
Osnabrück. Das Leben wird teurer in Osnabrück, das Sterben auch: Zum 1. Januar 2011 erhöht die Stadt ihre Gebühren für Straßenreinigung und Müllabfuhr, Abwasserentsorgung und Friedhöfe. Den größten Preisanstieg gibt es bei der Straßenreinigung. Damit will die Stadt das Defizit ausgleichen, das der Winterdienst vor einem Jahr in die Kasse gerissen hat.
Von Rainer Lahmann-Lammert - Vorbei sind die Zeiten, in denen die Gebühren zum Jahreswechsel stabil blieben. Stadtkämmerer Dr. Horst Baier macht auch die Wirtschaftskrise für die Kostenentwicklung verantwortlich. So gingen zwischenzeitlich die Erlöse fürs Altpapier deutlich zurück, die in den Haushalt des Abfallwirtschaftsbetriebes einfließen.
Bei der Schmutzwasserreinigung wirkte sich die Kurzarbeit aus, von der Karmann, Schoeller, KME und andere Betriebe zwischenzeitlich betroffen waren. Die Folge: Es wurde weniger Abwasser eingeleitet, die Kosten für die Klärung sanken aber nur unwesentlich. Jetzt versucht die Stadt nachträglich, diese Kosten auf viele Schultern zu verteilen. Baier hofft, dass der einsetzende Aufschwung wieder zu einer Entlastung führt.
Hier nun die Gebühren im Einzelnen:
Abfallgebühr
Bei der Müllabfuhr sollen die Gebühren um rund 2 Prozent steigen. Wer einen 120-Liter-Behälter hat, der alle zwei Wochen geleert wird, muss künftig 180 Euro statt 176, 52 Euro zahlen. Der Osnabrücker Servicebetrieb hat einkalkuliert, dass 2011 wieder mehr Sperrmüll angemeldet wird. Sonst dürfte es 2012 noch teurer werden.
Straßenreinigung
Um stolze 10 Prozent soll die Gebühr für Straßenreinigung und Winterdienst steigen. Mit den Mehreinnahmen will der Osnabrücker Servicebetrieb vor allem das dicke Defizit aus dem vergangenen Winter abfangen. Der kommende Winter darf nach der Kalkulation nicht so streng ausfallen. Sonst droht ein Absturz in die roten Zahlen. Wer als Hauseigentümer bislang 3, 51 Euro pro Frontmeter für den wöchentlichen Besuch der Kehrmaschine zahlte, muss künftig 3, 86 Euro zahlen.
Abwasser
Ein Defizit aus den Vorjahren wird als Hauptgrund für die satte Gebührensteigerung von 4 Prozent beim Schmutzwasser genannt. Dafür sinken aber die Kosten für die Regenwasserableitung um 8, 33 Prozent. Unter dem Strich sollen sich die Mehrkosten bei einer Vierpersonenfamilie in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus auf nur 5, 60 Euro pro Jahr beschränken.
Friedhöfe
Die gute Nachricht zuerst: Beim Krematorium bleiben die Gebühren aus Konkurrenzgründen stabil. Kostensteigerungen sollen durch zusätzliche Einäscherungen ausgeglichen werden. Bei Erdgrabstätten steigen die Preise um bis zu 5, 89 Prozent, bei Urnengräbern um weniger als 3 Prozent. So soll eine Zweier-Erdwahlgrabstätte künftig 3610 statt 3440 Euro kosten, ein anonymes Urnenreihengrab 1533 statt 1498 Euro.
Beschlossen sind die Gebührenerhöhungen noch nicht. Alle Zahlen stammen aus Beschlussvorlagen der Stadtverwaltung. Die endgültige Entscheidung wird der Rat am 14. Dezember treffen.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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