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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gemeinsam lernen und weiterkommen
Zwischenüberschrift:
Integrative Unterrichtskonzepte bringen vielen Schülern bessere Abschlüsse
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Gemeinsam lernen, voneinander profitieren - das ist das Ideal integrativer Unterrichtsformen. Foto: dpa
Osnabrück. Die geplante Oberschule weckt Hoffnungen bei den Befürwortern integrativer Unterrichtskonzepte. 42 Prozent der Schüler verbessern sich nach neuen Untersuchungen gegenüber der Grundschulprognose. Eltern und Lehrer sammelten gute Erfahrungen im Schulversuch an der Osnabrücker Käthe-Kollwitz-Schule.
Von Michael Schwager - Bernd Glüsenkamp, pädagogischer Leiter am Studienseminar Osnabrück für die Grund-, Haupt- und Realschullehrerausbildung, wurde 1996 Klassenlehrer in der Sekundarschule am Schölerberg. Durch seine Vorerfahrungen an deutschen Auslandsschulen in Südamerika war er gut vorbereitet auf die Aufgabe: " Alle deutschen Auslandsschulen sind Gesamtschulen." An der Sekundarschule fand der Unterricht für Haupt- und Realschüler gemeinsam statt. Die Fächer Mathe, Deutsch und Englisch wurden jedoch nach Leistungsfähigkeit getrennt unterrichtet. Das Ergebnis habe ihnen recht gegeben, findet Glüsenkamp: Viele Jugendliche mit Hauptschulempfehlung hätten schließlich besser abgeschnitten als erwartet.
Helga Ruf, Mutter eines heute 25-jährigen Sohnes, der in Glüsenkamps Zeit die Sekundarschule besucht hat, bestätigt die positive Beurteilung des Pädagogen: " Nach der Orientierungsstufe mit ihren dauernden Begutachtungen waren viele Kinder leistungsmüde." Für sie war es daher wohltuend, nach der sechsten Klasse die Entscheidung für eine Schulform vertagen zu können.
Pubertätsbedingt habe es bei ihrem Sohn auch schon mal Durchhänger gegeben. Die Leistungen fielen ab. " Wenn er auf der Realschule gewesen wäre, hätte ich mehr Druck machen müssen." So konnte sie ihrem Sohn die Zeit geben, sich selbst wieder zu fangen. Das gelang schließlich auch; mit einem Realschulabschluss in der Tasche verließ der junge Mann schließlich die Sekundarschule.
Dass am Ende alles geklappt habe, sei sicher auch auf die engagierten Lehrer zurückzuführen gewesen, die wohl gerade an Schulversuchen überdurchschnittlich häufig vertreten seien. Glüsenkamp jedenfalls erinnert sich an häufige " Teamer-Sitzungen mit Lehrer-Kollegen, wie sie an anderen Schulformen inzwischen aber auch üblich geworden seien.
Stefan Knoll, Leiter der IGS Osnabrück in Eversburg, bestätigt: Die Zahl der Schüler, die mit ihren Abschlüssen die Grundschulprognose überträfen, sei bei gemeinsamem Unterricht an integrativen Gesamtschulen hoch. Der Gesamtschulverband Niedersachsen veröffentlichte vor wenigen Tagen Untersuchungsergebnisse: Danach haben 42 Prozent der niedersächsischen IGS-Schüler einen gegenüber der Prognose nach Klasse 4 besseren Abschluss erreicht. 51 Prozent erfüllten die Erwartungen, sieben Prozent schnitten schlechter ab. Bei Statistiken dieser Art fällt für Helga Ruf aber ein Aspekt völlig unter den Tisch: Die Realschüler und Gymnasiasten, in der Theorie meist besser, lernten die Hauptschüler mit ihren Qualitäten im praktischen Bereich als gleichwertige Mitschüler schätzen - eine wertvolle Erfahrung fürs Leben.
Autor:
Michael Schwager


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