User Online: 1 | Timeout: 22:02Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nein zum Turbo-Abitur
Zwischenüberschrift:
1200 Unterschriften von Schülern der Gesamtschule Schinkel gesammelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bei der Übergabe: Christian Koltermann, Ulla Groskurt, Claus-Peter Poppe, Silja Lossin und Matthias Mählmann (von links). Foto: Klaus Lindemann
asbe osnabrück. Ob in Stuttgart, Gorleben oder Osnabrück: Bürgerprotest ist in Deutschland derzeit hoch im Kurs. Mit einer Unterschriftensammlung wendet sich nun die Osnabrücker Initiative für gute Schulen in Niedersachsen gegen das Turbo-Abitur. Unterschreiben durften nur Personen, die in Niedersachsen wohnen und im wahlberechtigten Alter sind.
Am Freitag übergaben die Vertreter der Schülerinitiative, Christian Koltermann und Silja Lossin, die Liste mit mehr als 1200 Unterschriften den Landtagsabgeordneten Claus-Peter Poppe und Ulla Groskurt. " Man merkt, dass sich Widerstand regt. Vor allem in Gemeinden, in denen Gesamtschulen geplant sind", sagt Poppe. Seit diesem Schuljahr gilt auch an den Gesamtschulen in Niedersachsen das Turbo-Abitur nach zwölf Jahren.
Matthias Mählmann, Elternratsvertreter der Gesamtschule Schinkel und Mitglied des Schulausschusses der Stadt, vermutet hinter dem Beschluss der Landesregierung Kalkül: " Die Gesamtschulen haben durch das Turbo-Abitur an den Gymnasien starken Zulauf bekommen." Dem solle durch die Einführung des Turbo-Abiturs Einhalt geboten und damit der Weg für die Oberschule geebnet werden.
Poppe beklagt, dass der Gesamtschule ein " Teil ihrer Identität geklaut" werde, da die Verdichtung des Stundenplans auf Kosten des Angebots außerhalb des Unterrichts gehe. Gerade in den jüngeren Jahrgängen würde " die Stundentafel immer enger", kritisiert Poppe: " Man schult früher ab. Verlierer werden aussortiert."
Für die Petition haben die Schüler samstags in der Fußgängerzone rund um die Große Straße und an ihrer Schule Unterschriften gesammelt. " Das Abitur zu machen ist in dreizehn Jahren schon stressig genug, auch wenn man ein guter Schüler ist", sagt Koltermann.
Der Vergleich mit anderen Ländern, in denen die Abiturienten jünger als in Deutschland sind, hinkt in seinen Augen: " Das Bildungssystem im Ausland ist ganz anders, dort gibt es ein anderes Betreuungsangebot. Wenn man wirklich etwas verbessern will, müsste es weniger Stundenausfälle und mehr Lehrer geben."
Autor:
asbe


Anfang der Liste Ende der Liste