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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Heller und sparsamer
Zwischenüberschrift:
Nach dem Umbau verbraucht der Hauptbahnhof weniger Energie
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Angeschaut: Den Bahnhof besichtigten (von links) Friedemann Keßler, Axel Sauert, Ulla Großkurt, Joachim Braun, Ralf Schwinghammer, Burkhard Jasper und Manfred Hugo. Foto: Parton
Osnabrück. Der Osnabrücker Hauptbahnhof ist saniert. Heizung, Fenster, Anstrich - alles neu. Bezahlt hat das meiste der Bund.
Von Michael Schiffbänker - Durch die Bahnhofshalle zieht eine ältere Frau ihren Koffer. Sie will nach Niebüll, doch der Zug kommt nicht. Den Warteraum vor Gleis 1 meidet sie. Der ist voll. Kopfnicken, Hände schütteln, schwarze Anzüge und Krawatten. Ein Rednerpult steht da, an der Wand hängen Fotoplakate. Auf dem einen steht " vorher", auf dem anderen " nachher". Vorher war die Decke der Wartehalle im Bahnhof also dunkel gestrichen, jetzt ist sie hell, bei den Fensterrahmen ist es andersherum. Die waren früher meist weiß, aber nicht einheitlich. Jetzt sind alle braun. " Der Bahnhof glänzt im Kathedralen-Stil", sagt Friedemann Keßler. Das ist übertrieben, aber der Mann ist Leiter des Regionalbereichs Nord bei der Bahn, und er freut sich über den Umbau.
Die wichtigsten Änderungen sind nicht so einfach zu sehen wie der frische Anstrich: Neue Fenster und Türen sorgen dafür, dass weniger Energie verloren geht, und die Brennwerttherme ersetzt die alte Heizung. Der Bahnhof ist also schöner, sparsamer und funktionaler als zuvor. Oder eben " ganzheitlich und nachhaltig aufgefrischt mit moderner Perspektive", wie Keßler es nennt.
Beinahe eine Million Euro haben die Maßnahmen gekostet. Den Großteil trägt der Bund über sein Konjunkturprogramm. Darin enthalten ist auch ein Multimedia-Großbildschirm für die Halle. Der fehlt allerdings noch - Lieferschwierigkeiten. Künftig werde der Bahnhof jährlich 160 Tonnen CO2 weniger verbrauchen, lässt die Bahn wissen.
Ein Problem löst er nicht: Der Zug nach Niebüll verspätet sich um 45 Minuten.
Autor:
Michael Schiffbänker


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