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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Vorbild, Ansprechpartner und Spielkamerad
Zwischenüberschrift:
Bohnenkamp-Stiftung finanziert FSJ-Stelle im Kinderhort
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Für die Eversburger Hort-Kinder, die aus 14 Nationen stammen, ist der 19-jährige Deutsch-Türke Orhan Kirzuk (links) eine wichtige Bezugsperson. Foto: Klaus Lindemann
tw Osnabrück. Das ist einmalig in Osnabrück: Die Bohnenkamp-Stiftung finanziert für den Kinderhort Eversburg die FSJ-Stelle von Orhan Kirzuk mit 7500 Euro. So kann der 19-Jährige sein Freiwilliges Soziales Jahr nutzen, um mit Kindern aus 14 Nationen zu spielen und ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen. Der Deutsch-Türke nutzt das Jahr, um sich beruflich zu orientieren und den Grundschülern etwas zu vermitteln, was sie nicht in der Schule lernen.
" Ohne die Unterstützung der Bohnenkamp-Stiftung hätten wir die Stelle nicht bekommen", sagt Thomas Luttmer, Erzieher im Hort und Ansprechpartner für Orhan Kirzuk. Die FSJ-Stelle wird zwar durch das Diakonische Werk der Landeskirche Hannover besetzt. Für die Finanzierung hätte der Hort aber selber sorgen müssen. Dieses Geld war nicht da.
" Eversburg ist ein Stadtteil mit vielen sozialen Baustellen", sagt Michael Prior von der Bohnenkamp-Stiftung. Die gemeinnützige Stiftung wolle gezielt Kinder mit Migrationshintergrund im Stadtteil fördern. Zudem sei beabsichtigt, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, in bestimmte Berufe hineinzuschnuppern. Deswegen habe sich die Bohnenkamp-Stiftung für diese einmalige Unterstützung entschlossen. Prior begrüßte zudem, dass Kirzuk aus der Nähe des Stadtteils, genauer gesagt aus Lotte-Büren komme und so nah an den Kindern sei.
Die Investition hat sich gelohnt, denn Thomas Luttmer und Hort-Leiterin Uta Wernick-Rathjen sind zufrieden mit der Arbeit und dem Engagement des FSJlers. " Die Kinder brauchen intensive Förderung", sagt Wernick-Rathjen. Einen Teil davon übernehme Orhan Kirzuk. Die Hort-Leiterin freut sich darüber, dass die Grundschüler viel lieber mit dem 19-Jährigen Fuß- oder Basketball spielen, als vor dem Computer zu hocken. Der PC im Hort werde kaum genutzt, sagt sie. Zudem sei der 19-Jährige als männliche Person Vorbild und Ansprechpartner insbesondere für Kinder aus alleinerziehenden Familien.
Orhan Kirzuk sieht den Umgang mit den Kindern eher locker. Er meint, sie würden nicht darauf achten, ob er türkischer Abstammung sei oder aus dem Viertel käme. Er selbst wolle mal sehen, wie es ist, mit Kindern zu arbeiten. Ursprünglich hatte er Krankenpfleger als Berufswunsch angegeben. " Erzieher ist eine Option", meint er. Im Hort hat er schon einiges über Kinder erfahren. " Man lernt, wie man mit ihnen reden, sie ansprechen oder sich ihnen gegenüber verhalten muss", sagt er. Für die Weihnachtsferien hat Orhan Kirzuk den Kindern versprochen, mit ihnen Hip-Hop-Gesang und Rhythmen selbst zu produzieren.
Autor:
tw


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